G’sundes Südtirol: Intervallfasten

Beim Intervallfasten kann man essen und trinken was und wie viel man möchte, aber eben nur an bestimmten Tagen oder zu bestimmten Uhrzeiten, erklärt unser Radiodoktor Christian Thuile.

Wenn wir fasten, verzichten wir über einen bestimmten Zeitraum auf Genussmittel oder auf Zucker oder auf Mehlprodukte, da gibt es die unterschiedlichsten Ansätze. Und es gelingt dadurch auch relativ schnell seinen Körper zu entschlacken und auch etwas abzunehmen. Langfristig können solche Fastenkuren aber zu Mangelerscheinungen führen und außerdem stellt sich unser Körper schnell auf diesen (Stress)Zustand ein und verbrennt eben viel weniger, reduziert seinen Stoffwechsel und wir nehmen auch nicht mehr ab. Sobald wir dann anfangen mehr zu essen, auch gesunde Nahrungsmittel, nehmen wir auf jeden Fall wieder zu, es kommt zum gefürchteten Jo-Jo-Effekt.

Das Intervallfasten ist uns gewissermaßen in die genetische Wiege gelegt worden, denn der Urzeitmensch war es keinesfalls gewohnt, regelmäßig drei Mahlzeiten am Tag zu sich zu nehmen. Es hat Phasen gegeben, wo er nach einer erfolgreichen Jagd viel zu essen hatte, wo sich seine ganze Sippe ordentlich den Bauch vollschlagen konnte, aber dann eben auch karge Tage, wo kaum etwas Essbares zur Verfügung stand. Das Intervallfasten funktioniert im Prinzip ähnlich und ist eine der erfolgreichsten Methoden um langfristig abzunehmen. Zusätzlich belegen Studien, dass sich dadurch der Zuckerkrankheit und bestimmten Krebsarten vorbeugen lässt, der Zucker- und Fettstoffwechsel insgesamt verbessert wird und auch heilsame, entzündungshemmende Botenstoffe freigesetzt werden.

Beim Intervallfasten kann man zwischen täglichen Essenspausen und ganzen Fastentagen wählen. Am beliebtesten ist die 5:2-Methode, bei der man an 5 Tagen in der Woche essen und trinken kann, was und wie viel man möchte und an 2 Tagen diszipliniert fastet und sich auf ausreichend viel Tee und Wasser beschränkt und vielleicht höchstens eine gesunde Gemüsesuppe isst, ohne Einlage. An den Fastentagen geht der Körper natürlich an seine Fettreserven, sieht aber wegen der kurzen Dauer keinen Bedarf, Verbrennung und Stoffwechsel umzustellen und die Kilos purzeln.

Das 16-Stunden-Intervallfasten ist etwas für all jene, die sagen, ich möchte eigentlich jeden Tag essen, was mir schmeckt, schaffe es aber 16 Stunden lang ohne Nahrung auszukommen, dann ist sie am erfolgversprechendsten. Natürlich wird die Nacht mitgerechnet, aber es muss auch eine Mahlzeit gestrichen werden. Wer beispielsweise um 19 Uhr zu Abend isst, nimmt seine nächste Mahlzeit erst wieder um 11 Uhr ein.

„Intervallfasten“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“.

Tipps und Infos vom bekannten Südtiroler Komplementärmediziner, Ernährungsexperten und Bestsellerautor Dr. Christian Thuile, tätig im Medical Center Quellenhof in St. Martin Passeier. Ihre Fragen können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).