G’sundes Südtirol im September: Kopfsache

Auch mit der Macht der Gedanken, mit der richtigen Einstellung, können wir Lebensjahre dazugewinnen, erklärt unser Radiodoktor Christian Thuile.

Irgendwie ist alles Kopfsache im Leben, vor allem auch unsere Gesundheit. Da sind zum einen ganz konkret: Kopfschmerzen, Ohrgeräusche oder Schwindel, zum anderen spielt sich aber auch sonst vieles in unserem Kopf ab: Ängste, Depressionen und natürlich auch positive Gedanken. Vieles wird auch über unseren Kopf gesteuert, beispielsweise der Schlaf, das Gedächtnis und unsere Konzentrationsfähigkeit und nicht zuletzt geht es um unsere Einstellung zum Thema Gesundheit und einen gesunden Lebensstil.

Die richtige Einstellung ist aber dennoch keine Garantie für ein gesundes Leben, denn da haben auch unsere Gene noch ein gewichtiges Wort mitzureden, also das Ausgangspaket, das wir von unseren Eltern mitbekommen haben. Mit einer gesunden Lebenseinstellung und einem gesunden Lebensstil, lassen sich aber mindestens um die zehn gute Jahre dazugewinnen. Dazu gehören eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung, ein ausgewogener Schlafrhythmus und vor allem auch der Stressabbau. Und hierbei können Entspannungstherapien wie Yoga oder das so genannte „Achtsamkeits-Training“ wahre Wunder bewirken. Darunter versteht man auch so einfache, geniale Dinge, wie Spaziergänge in der Natur, aber bitte ohne Handy! Jeder findet etwas, das zu seinem Typ und zu seinem Leben passt, das ein selbstverständlicher Teil des Alltages werden kann, so Dr. Thuile. Wenn wir regelmäßig auch etwas für unsere seelische Gesundheit tun, leisten wir einen riesigen Anteil zu Vorbeugung von Erkrankungen.

Die Macht unserer Gedanken spielt auch in der Medizin eine große Rolle, die eigene Erwartungshaltung hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss darauf, ob und wie ein Medikament wirkt. Der so genannte Placebo-Effekt, also der Glaube an die Wirksamkeit eines Mittels, trägt wesentlich zur Heilung bei. Und dabei beeinflussen uns auch soziale Kontakte und Gesten und auch das gesprochene Wort. Man kann behaupten, dass das ärztliche Gespräch wie ein Medikament wirken kann und zwar im Positiven, wie auch im Negativen, so der bekannte Komplementärmediziner. Auch für das Gegenstück wurde ein Begriff geprägt, der Nocebo-Effekt. Dieser besagt beispielsweise, dass allein durch das Durchlesen eines Beipackzettels, genau jene Nebenwirkungen auftreten können, die darauf aufgelistet sind.

Dass sich negative Gedanken auch ganz konkret auf unsere Gesundheit auswirken können ist sogar wissenschaftlich belegt. So konnte nachgewiesen werden, dass Menschen mit Depressionen ein um 45% höheres Risiko in sich tragen, einen Schlaganfall zu erleiden, als nicht depressive Menschen. Ähnliches haben auch Studien zu Herz-Kreislauf- und zu entzündlichen Krankheiten ergeben.

„Kopfsache“ im September in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“ mit dem bekannten Südtiroler Komplementärmediziner, Ernährungsexperten und Bestsellerautor Dr. Christian Thuile, tätig im „Medical Center Quellenhof“ in St. Martin Passeier. Ihre Fragen dazu können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).