G’sundes Südtirol im September: Gesundheit beginnt im Mund

Je eher ein Problem im Mund erkannt und behoben wird, desto besser für unseren gesamten Organismus, erklärt unser Radiodoktor Christian Thuile.

 

Die Mundgesundheit hat einen weit größten Einfluss auf unseren allgemeinen Gesundheitszustand und unser Wohlbefinden, wie viele meinen. Der Mund ist ein komplexes System aus verschiedenen körpereigenen Strukturen, die von einer reichhaltigen Mundflora besiedelt werden. Diese besteht beim gesunden Menschen aus über 300 verschiedenen Bakterien, die miteinander in einem empfindlichen Gleichgewicht stehen. Ist dieses Gleichgewicht gestört, kann es zu Problemen im Mundraum kommen, die bald den gesamten Organismus belasten und auch zu schwerwiegenden Erkrankungen im ganzen Körper führen können. Wer langfristig an einer Entzündung des Zahnfleisches leidet, hat beispielsweise ein deutlich erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt.

 

Entzündungen im Mundraum können durch Bakterien, Viren, aber auch Pilzen ausgelöst werden, es kann durch eine mangelhafte Ernährung dazu kommen, bei einem Mangel an Vitaminen und Nährstoffen, aber auch durch bestimmte Erkrankungen.

 

Eine der lästigsten Erkrankungen im Mundraum ist die so genannte „Mundfäule“, die besonders im Kindesalter auftritt, dabei handelt es sich um den selben Herpesvirus, der auch Fieberblasen verursacht. Ebenfalls oft bei Kindern zu finden, aber nicht nur, ist die „Hand-Fuß-Mund“-Krankheit. Diese Viruserkrankung zeigt sich durch typische Flecken an den Handinnenflächen und an den Füßen und Ausschläge und Aphten im Mund und ist hochansteckend und daher meldepflichtig, denn sie kann sich gerade an Schulen und Kindergärten rasend schnell ausbreiten. Eine Pilzinfektion unter der besonders Säuglinge und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem zu leiden haben, ist unter der Bezeichnung „Candida“ oder „Mundsoor“ bekannt. Typische Symptome hierfür sind ein pelziger Belag im Mundraum, lästige Schmerzen und ein extrem unangenehmer Mundgeruch.

 

Als die wichtigsten Risikofaktoren im Mundbereich bezeichnet Dr. Thuile: Alkohol, Nikotin, Süßigkeiten und insgesamt zu viel Zucker, eine mangelhafte Mundhygiene, Krankheiten die das Abwehrsystem schwächen und auch Verletzungen, die durch einen falschen Biss beim Essen, drückende Zahnprothesen oder –Spangen entstehen können.

 

Speichel ist unsere beste Abwehr! Wir produzieren am Tag davon auch über einen halben Liter. Er hat viele Funktionen zu erfüllen, hält unter anderem unsere Schleimhäute feucht und versorgt sie mit Antikörpern, um Eindringlinge abzuwehren. Speichel neutralisiert auch Säuren, die beim Essen im Mund entstehen, unterstützt den Zahnschmelz und beugt Karies vor. Wir können die wichtige Speichelproduktion auch ganz einfach aktiv anregen, indem wir immer ausreichend trinken und zwischendurch öfter kauintensive Lebensmittel wie Karotten und Schüttelbrot kauen.

 

„Gesundheit beginnt im Mund“ im September in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“.

 

Tipps und Infos vom bekannten Südtiroler Komplementärmediziner, Ernährungsexperten und Bestsellerautor Dr. Christian Thuile, tätig im Medical Center Quellenhof in St. Martin Passeier. Ihre Fragen können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).