G’sundes Südtirol im November: Keine Rückenschmerzen mehr

Auch jeder 5. Südtiroler leidet inzwischen schon an chronischen Rückenschmerzen und dabei könnten wir viel selbst für einen gesunden Rücken tun, erklärt unser Radiodoktor Christian Thuile.

Laut einer aktuelle Studie bewegen sich ganze 85% der erwachsene Europäer zu wenig und riskieren damit vor allem auch Probleme mit dem Kreuz. Bei der letzten Astat-Erhebung zur sportlichen Tätigkeit bei uns in Südtirol haben 43,3% der Frauen und 40,9% der Männer angegeben gar keinen Sport zu betreiben. Hinzu kommt, dass allgemein das Körpergewicht in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen hat und das in jeder Altersklasse, auch schon bei Kindern und Jugendlichen. Es ist also höchste Zeit jetzt die richtigen Hebel anzusetzen.

Unsere Wirbelsäule ist nicht fürs Sitzen gemacht, es braucht regelmäßige Bewegung zur Stärkung der Bauch- und Rückenmuskeln, damit sie die täglichen enormen Belastungen gut aushalten kann. Auch damit können wir Verletzungen, Brüche und Abnützungserscheinungen nicht zu 100% ausschließen, wir werden alle nicht jünger, aber sie lassen sich deutlich hinauszögern. Außerdem spielen unsere allgemeine Konstitution, unsere Gene und auch das was wir schon als Kinder für unsere körperliche Verfassung getan haben, eine Rolle. Genauso wie die Verfassung unserer Psyche, wer ständig Stress hat und unter Druck steht, braucht sich nicht zu wundern, wenn auch sein Rücken verspannt ist.

Am meisten fürchten sich alle vor Problemen mit den Bandscheiben, so der bekannte Vorsorgemediziner, aber eigentlich rühren die häufigsten Rückenschmerzen von Fehlhaltungen, von Verspannungen her, sind Verschleißerscheinungen oder die Folge von zu starker Belastung. Auch Arthrose, also die Abnützung der Gelenke, setzt der Wirbelsäule oft dramatisch zu. Osteoporose hingegen, der Knochenschwund, verläuft still im Inneren unseres Körpers und kann lange unbemerkt, die Wirbeln so schwächen, dass sie ab einem gewissen Punkt reihenweise einbrechen. Manche Menschen leiden aber auch an einem zu engen Wirbelkanal, was langfristig extrem schmerzhaft werden kann. Weit weniger dramatisch verläuft der so genannte „Hexenschuss“, mit dem wohl alle schon einmal Bekanntschaft gemacht haben.

Das beste Mittel für einen gesunden, starken Rücken ist die regelmäßige Bewegung: Spazierengehen, Ausdauersport, Fitnesstraining, Turnen, Tanzen, usw. da findet sich für jeden etwas Passendes. Und jeder kann auch sonst mehr Bewegung in seinen Alltag einbauen und beispielsweise das Auto ein paar Straßen vom eigentlichen Ziel entfernt parken, zu Fuß zum Einkaufen gehen oder das Fahrrad benutzen, die Treppen anstelle des Aufzuges nehmen, für Fragen zum Arbeitskollegen hingehen, anstatt anzurufen, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, die Möglichkeiten sind vielfältig.

„Keine Rückenschmerzen mehr“ im November in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“.

Tipps und Infos vom bekannten Südtiroler Komplementärmediziner, Ernährungsexperten und Bestsellerautor Dr. Christian Thuile, tätig im Medical Center Quellenhof in St. Martin Passeier. Ihre Fragen können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).