G’sundes Südtirol im Juli: Durchatmen

Die Lunge ist eines unserer wichtigsten Organe und eine Erkrankung kann massive Auswirkungen auf das Wohlbefinden und den ganzen Körper haben, erklärt Dr. Christian Thuile.

Normalerweise atmen wir ganz selbstverständlich und ohne groß darüber nachzudenken immer wieder ein und aus. Wir merken erst, wenn damit etwas nicht mehr stimmt, wie wichtig und genial dieser Vorgang in unserem Körper ist: Wir atmen pro Minute bis zu 15-mal. Über hunderte Millionen von Lungenbläschen versorgen wir mit jedem Atemzug einen halben Liter Blut mit Sauerstoff. Wir benötigen im Laufe unseres Lebens rund 300 Millionen Liter Luft. Wie extrem gut sich eine Lunge trainieren lässt, sieht man an Tauchern und auch an Höhenbergsteigern.

Leider ist die Lunge aber auch ein Organ, das immer wieder krank wird und das schränkt unser Wohlbefinden und unsere Lebensqualität oft sehr ein. Das geht von den üblichen Erkältungskrankheiten, auch mal einer Bronchitis oder gar einer Lungenentzündung bis zum gefürchteten Lungenkrebs und einer chronischen Lungenerkrankung (COPD). Allergien und Heuschnupfen können ebenfalls zu starken Beeinträchtigungen führen, im schlimmsten Fall sogar Asthma auslösen. Unsere Lunge ist aber auch sehr empfindlich gegenüber Umweltgiften, wie Abgasen und Ozon. Auch Hausstaub kann unsere Lunge krank machen, Schadstoffe in unseren Räumen, beispielsweise aus Teppichen, Tapeten, Möbeln und Wandfarben, können schwerste Atemwegserkrankungen auslösen. Feinstaub stellt, neben dem Rauchen, sogar das größte Risiko für unsere Atemwege dar.

Das Schnarchen hingegen ist nicht gefährlich, nur lästig, besonders für den Partner. Allerdings, wenn es mit nächtlichen Atemaussetzern verbunden ist, kann es lebensbedrohlich werden. In dem Fall rät Dr. Thuile dringend: das Körpergewicht zu reduzieren, abends keinen Alkohol mehr zu trinken, die Nase freizuhalten (notfalls auch mit einem Spray), die Rückenlage zu vermeiden, regelmäßige Schlafzeiten einzuhalten und täglich 15-30 Minuten spazieren zu gehen.

Gut tut unserer Lunge natürlich viel frische, saubere, sauerstoffreiche Luft. Und dafür können wir selbst sorgen, durch richtiges Lüften, Spaziergänge im Freien und auch durch gezielte Atemübungen, wie sie etwa beim Jogatraining üblich sind. Das Beste für die Lunge ist aber ein kontinuierliches Ausdauertraining und damit ist kein Leistungssport gemeint, sondern einfach nur ein regelmäßiges sich Zeit-nehmen für Bewegung im Freien, an der frischen Luft.

Und das dürfte die vielen Musikantinnen und Musikanten im Land freuen: das Spielen eines Blasinstrumentes gilt ebenfalls als optimales Training für unsere Lungen!

„Durchatmen“ im Juli in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“ mit dem bekannten Südtiroler Komplementärmediziner, Ernährungsexperten und Bestsellerautor Dr. Christian Thuile, tätig im „Medical Center Quellenhof“ in St. Martin Passeier. Ihre Fragen dazu können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).