G’sundes Südtirol im Juli: Cooles für den Sommer

So herrlich der Sommer ist, so anstrengend kann es werden, wenn wir nicht auf uns schauen. Es gilt sich vor allem um eine ausreichende und vernünftige Flüssigkeitszufuhr und Ernährung zu kümmern, erklärt unser Radiodoktor Christian Thuile.

An besonders heißen Tagen haben wir zu Mittag oft kaum Appetit, dennoch ist es wichtig regelmäßig zu essen. Wer untertags kaum etwas zu sich nimmt, hat leider meist am Abend einen richtigen Heißhunger. Besonders gerne wird dann an lauen Sommerabenden draußen gemütlich gegrillt, aber wenn wir vor dem Schlafengehen fettreich und womöglich auch noch salzreich essen und ordentlich zuschlagen, können wir einen erholsamen Schlaf vergessen. Das Problem sind dabei weniger die Steaks, als die fetten Würste, die Grillsaucen und der Kartoffelsalat mit Mayonnaise.

Schwere Kost ist nicht nur schlecht für den Schlaf, sondern auch eine große Herausforderung für unseren Kreislauf, der alles aufwendig verdauen und damit unser Kühlsystem vernachlässigen muss. Besser wäre es, sich an den Ernährungsgewohnheiten vieler Südeuropäer zu orientieren. Sie essen zwar auch eher spät, aber leichte Kost, wie die „Bistecca ai ferri“, das magere Schnitzel vom Rost oder Fisch, mit Gemüse, Salat oder Reis und damit haben wir am Abend normalerweise keine Probleme.

Pinzimonio“ und auch Obst ist für Zwischendurch immer sehr gut geeignet, gerade auch im Sommer, denn das alles liefert, außer Vitaminen und wichtigen Mineralstoffen, die wir beim Schwitzen verlieren, auch noch viel Wasser. Gerade Wassermelonen füllen unseren Flüssigkeitshaushalt wunderbar auf. Die beliebte italienische Spezialität „Pinzimonio“ besteht aus rohem Gemüse, wie Karotten, Sellerie, Gurken, Fenchel, Zucchini, Radieschen,… was gerade frisch verfügbar ist, alles in handliche Streifen geschnitten, die man in ein Dressing tunkt. Das besteht meist aus Olivenöl mit etwas Salz und Pfeffer, frischen Gartenkräutern und auch etwas Balsamicoessig oder einem Spritzer Zitrone. Diese Zwischenmahlzeit schmeckt gut, tut gut, kühlt und macht satt und das fast ohne Kalorien.

Als weiteren extrem mineralstoffreichen und lange kühlenden Snack, der in Griechenland und in Persischen Regionen sehr beliebt ist, nennt der bekannte Südtiroler Ernährungsmediziner, eine geschälte, geschnittene Gurke in einem kühlen, leicht gesalzenen Naturjoghurt. Einfach ausprobieren, auch wenn es anfangs ungewohnt schmeckt, das ist eine Wohltat an heißen Sommertagen.

Ausreichend zu trinken ist bei hohen Temperaturen natürlich etwas vom Wichtigsten und zwar noch bevor wir Durst haben, denn sobald sich der Durst meldet, liegt bereits ein Flüssigkeitsmangel vor. Ob es die oft zitierten drei Liter Flüssigkeit am Tag sein müssen, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie Körpergröße und –Fülle, von der eigenen Aktivität und vom individuellen Stoffwechsel, jeder schwitzt unterschiedlich viel. Allgemein kann man aber sagen, dass es für einen gesunden Menschen nahezu unmöglich ist, zu viel zu trinken.

Die optimalen Durstlöscher sind Leitungs-und Mineralwasser und ungesüßte Kräuter- und Früchtetees. Als Abwechslung können es zwischendurch auch so genannte Fruchtschorlen sein, also Fruchtsäfte mit viel Wasser verdünnt, wobei das Verhältnis 1 zu 3 sein sollte (1 Teil Fruchtsaft und 3 Teile Wasser). Diese liefern auch Vitamine und enthalten Mineralstoffe, die beim Schwitzen verloren gehen. Aber: Je mehr Zucker in einem Getränk enthalten ist, desto größer wird nachher der Durst, das gilt ganz besonders für alle eisgekühlten Limonaden und Colagetränke. Eiskalt ist darüber hinaus auch noch ganz schlecht für unseren Magen.

„Cooles für den Sommer“ im Juli in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“.

Tipps und Infos vom bekannten Südtiroler Komplementärmediziner, Ernährungsexperten und Bestsellerautor Dr. Christian Thuile, tätig im Medical Center Quellenhof in St. Martin Passeier. Ihre Fragen können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).