G’sundes Südtirol im Jänner: Starkes Herz

Herzklopfen, Herzschmerz, Herzensgüte, aber auch Herzinfarkt… vieles im Leben dreht sich um unser erstes, großes Thema 2018 mit unserem Radiodoktor Christian Thuile.

Wer auf sein Herz schaut, wer selbst Verantwortung dafür übernimmt, kann sich auf jeden Fall sein Leben erleichtern, unter Umständen sogar retten, denn ein krankes Herz ist auch bei uns in Südtirol, immer noch die häufigste Todesursache. Und Herzprobleme bedeuten nicht nur teils gravierende Probleme für die Betroffenen selbst, sondern auch für ihre Angehörigen.

Und dabei braucht es eigentlich gar nicht viel, um eine Vielzahl von Risikofaktoren zu erkennen, die jeder einzelne von uns selbst aktiv vermeiden könnte. Und zum Stichwort „aktiv“ nennt Dr. Thuile allen voran die regelmäßige Bewegung, als wichtige Vorsorge. Weiters eine gesunde Ernährung und den regelmäßigen Check von Blutdruck, Cholesterin und Zucker, aber auch den kritischen Blick auf die Waage. All das kann zur Vorbeugung von Herzproblemen extrem hilfreich sein. Aber das größte, vermeidbare Risiko für unser Herz ist und bleibt der Zigarettenrauch: das ist Gift für die Pumpe des Lebens!

Neu ist in Zusammenhang mit dem Risikofaktor Übergewicht die Erkenntnis, dass das Fett am Hals gemessen, der wohl wichtigere Wert ist, als das Bauchfett. Forscher aus Verona haben in Studien gezeigt, dass wenn der Halsumfang (außer es handelt sich um Extremsportler) bei über 43 cm bei Männern und bei über 41 cm bei Frauen liegt, das Risiko für das Herz extrem steigt. Halsfett scheint das wichtigere Kennzeichen für gefährliches Übergewicht zu sein, als der Baumumfang, da es für mehr Entzündungen verantwortlich ist, unabhängig von anderen Fettpolstern am Körper.

Rund 16% der Südtiroler leiden an Bluthochdruck, über ein Viertel an zu viel Cholesterin, 5% müssten besser auf den Zuckerspiegel achten, ein Viertel der Erwachsenen Bevölkerung bei uns raucht, 10% bewegen sich gar nicht, über ein Drittel leidet an Übergewicht und 90% aller Südtiroler ernähren sich nicht optimal, essen zu viel Fleisch, Zucker, Mehl und Salz und zu wenig Obst und Gemüse.

Auch Herzschmerz kann zu schwersten Schäden führen, wie Liebeskummer, aber auch der Tod eines geliebten Menschen; gefährdet sind dabei besonders Frauen. Die Symptome ähneln dabei einem Herzinfarkt von Atemnot über Brustschmerzen bis zur totalen Erschöpfung. Laut Zahlen der Universitätsklinik Zürich leiden sogar 50% aller Patienten, die mit Herzinfarktsymptomen in die Notaufnahme eingeliefert wird, an diesem so genannten Broken-Heart-Syndrom. Extremer psychischer Stress, wie eben Liebeskummer oder tiefe Trauer, kann nämlich ein Blutgefäß im Herzen derart verengen, dass dieses in der Folge unterversorgt wird.

Und es gibt auch allgemein bedeutende Unterschiede zwischen Mann und Frau: Männerherzen sind (wie insgesamt Männerkörper) normalerweise größer und etwas schwerer, deswegen benötigen Männer auch rund 1 Liter mehr Blut, als Frauen. Dafür schlagen Frauenherzen schneller und zwar bei gleicher körperlicher Aktivität, was in der Behandlung von Bedeutung ist. Frauen haben bis zur Menopause viel weniger oft ein krankes Herz, als Männer gleichen Alters, sie haben bis zur Menopause auch einen niedrigeren Blutdruck und erleiden dadurch weniger oft einen Herzinfarkt. 

 

„Starkes Herz“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“.

Tipps und Infos vom bekannten Südtiroler Komplementärmediziner, Ernährungsexperten und Bestsellerautor Dr. Christian Thuile, tätig im Medical Center Quellenhof in St. Martin Passeier. Ihre Fragen können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).