G’sundes Südtirol im Februar: Gesunde Suppen

Immer mehr Südtiroler (aktuell rund 60%) entscheiden sich dazu in der Fastenzeit Körper und Geist etwas Gutes zu tun. Unser Radiodoktor Christian Thuile empfiehlt das Fasten mit gesunden Suppen. 

Gesunde Suppen sind nicht nur DER Fastentrend, sondern ganz allgemein ein Ernährungstrend. In den größeren Städten schießen Suppenbars gerade wir Pilze aus dem Boden. Sie können immer wieder ein neues Geschmackserlebnis sein, sind reich an Vitaminen und Spurenelementen und an Ballaststoffen, für unsere Verdauung und Suppen stellen auch noch eine Extraportion Flüssigkeit dar. Schlankmachersuppen werden auf Gemüsebasis zubereitet, enthalten kaum Kohlenhydrate und sind basisch, also helfen uns beim Entsäuern, was wir besonders gut gebrauchen können, weil unser Körper allgemein, durch zu viele tierische Produkte und Zucker zur Übersäuerung neigt. Suppe als Abendmahlzeit ist außerdem schonend für unser Magen-Darm-System, was den Schlaf fördert und Suppen haben einen weiteren Vorteil: sie sind warm und tun uns daher gerade jetzt im Winter gut. Laut unserem Radiodoktor wäre es aber das ganze Jahr hindurch von Vorteil, 2-3mal in der Woche am Abend nur eine gesunde Suppe zu essen.

Bei der strengen Form des Suppenfastens isst man während der gesamten 40 Tage nur Suppen, bevorzugt basische Suppen. Was Dr. Thuile aber vorschlägt und was auch wirklich jeder hinbekommen kann, wären zumindest 5-mal in der Woche Suppen als leichtes und bekömmliches Abendbrot. Es spricht natürlich nichts dagegen, wenn es jemand die ganze Fastenzeit durch ausprobieren möchte, am Abend immer nur Suppe zu essen (bitte ohne Brot!), aber auch wenn man sich mal einen Tag eine Auszeit nimmt, weil mal eine Pizza essen gehen möchte, ist das ohne schlechtes Gewissen drin. Auch eine „Suppen-Faste light“ wird sicht- und spürbare Erfolge bringen.

Zum Abnehmen eignen sich natürlich in erste Linie Gemüsesuppen und die Fettpölsterchen schmelzen am besten bei frisch gekochten Suppen, Dosen- und Fertigsuppen haben diese Wirkung kaum. Oft als eine Art Wunderdiät angepriesen wird die Kohlsuppen-Diät. Kohl ist natürlich extrem kalorienarm, aber längerfristig ist so eine Diät viel zu einseitig und auch geschmacklich schwierig. Dr. Thuile findet die Krautsuppe super und verwendet dafür, neben dem Kraut, auch noch Zwiebeln, Sellerie, Paprika, Tomaten und Karotten und für das besondere Extra, das unseren Körper zusätzlich zum Kalorienverbrennen anregt, Gewürze wie Petersilie, Gelbwurz oder Curry und Pfeffer oder Ingwer.

Je radikaler eine Suppendiät gemacht wird, umso höher ist auch das Risiko, dass Nebenwirkungen auftreten. Typisch können gerade an den ersten Tagen Kopfschmerzen sein oder ein Gefühl der Abgeschlagenheit. Wer tagelang nur Kohlsuppe isst, ernährt sich nicht nur einseitig, sondern wird sich auch kaum vor Blähungen erwehren können. 

Menschen die an Untergewicht leiden, sollten natürlich keine Fastendiät machen und auch nicht Suppenfasten. Auch während einer Schwangerschaft ist davon anzuraten. Und wer schwere, chronische Erkrankungen hat oder Probleme mit der Schilddrüse oder mit den Nieren, sollte sich auf jeden Fall vorher mit seinem Arzt absprechen.

Das ist für Dr. Thuile eine ideale Basensuppe:

½ kg Karotten (wegen der sattmachenden Ballaststoffe)

½ kg Kartoffeln (weil sie basisch sind, sattmachen und entwässern)

½ kg Blattspinat (wegen der entschlackenden Gerbstoffe)

3 gelben Peperoni (als Turbo für den Stoffwechsel)

1 Bund Frühlingszwiebeln (regen Leber und Galle an)

Zimtstangen (als Fatburner)

2 Liter Gemüsebrühe

Diese geschmackvolle Suppe ist sehr gehaltvoll, macht also auch lange satt und das bei gerade mal 100 kcal pro Teller.

 

„Gesunde Suppen“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“.

Tipps und Infos vom bekannten Südtiroler Komplementärmediziner, Ernährungsexperten und Bestsellerautor Dr. Christian Thuile, tätig im Medical Center Quellenhof in St. Martin Passeier. Ihre Fragen können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).