G’sundes Südtirol im Februar: Frische Kraft voraus

Der Winter nagt an unseren Reserven und es heißt die Depots wieder aufzufüllen, erklärt Radiodoktor Christian Thuile.

Viele fühlen sich dieser Tage müde und antriebslos, klagen auch über Kopf- und Gelenksschmerzen, schlafen schlechter und sind insgesamt einfach nicht so gut drauf. Das kann daran liegen, dass unser Entgiftungssystem so langsam an seine Grenzen stößt, denn Leber, Niere, Lunge, Darm und Haut arbeiten ununterbrochen, um ungesunde Stoffe loszuwerden. Es geht um die allgegenwärtigen Viren und Bakterien, giftige Stoffwechselprodukte, Reste abgestorbener Zellen aus dem Blut, aber auch um Umweltgifte, Schwermetalle aus Autoabgasen und in der letzten Zeit auch immer mehr Konservierungs- und Zusatzstoffe in Lebensmitteln.

Funktioniert unsere Entgiftung nicht mehr einwandfrei, fängt unser Körper an Überschüssiges wie Säuren im Raum zwischen den Zellen einzulagern. Auf diese Übersäuerung sind die meisten unserer Körpersysteme aber gar nicht gut zu sprechen und können bald ihrerseits nicht mehr optimal arbeiten. Um das wieder in den Griff zu bekommen, ist es sinnvoll für einige Zeit auf all das zu verzichten, was unseren Körper belastet und vermehrt das zu essen und zu trinken, was uns aufbaut, uns wieder zu Kräften kommen lässt und schließlich auch hilft die eingelagerten Giftstoffe wieder loszuwerden, also zu entschlacken.

Die wichtigsten Krafträuber sind eigentlich keine Unbekannten, so der bekannte Vorsorgemediziner, das reicht von zu wenig Schlaf, unregelmäßigen Mahlzeiten, Fastfood und Fertiggerichten, über Stress (auch Freizeitstress) bis hin zu mangelnder Bewegung. Gut tut uns hingegen: ein gesundes Frühstück, viel Obst und Gemüse, weniger Wurstwaren und Fleisch, weniger fette Speisen (betrifft auch fetten Käse) und abends leichte Kost, wie eine Suppe oder Gemüse aus dem Wok.

Ein schönes, altes Hausmittel ist Apfelessig, damit lässt sich der Stoffwechsel aktivieren, er fördert die Tätigkeit von Leber und Nieren und kann dazu beitragen Bakterien im Darm loszuwerden, die dort nicht hingehören. Tolle Kräuter für unsere Nieren sind Brennnessel, Birkenblätter, Brunnenkresse, Kerbel, Basilikum und Maggikraut. Bittere Kräuter fördern allgemein die Fettverdauung, sie regen den Magen an Gallensaft zu produzieren. Der Klassiker im Frühjahr ist der Löwenzahn und auch Thymian bringt unsere Darmflora auf Trab. Minze ist ebenfalls zu empfehlen, sie entkrampft und wirkt gegen lästige Blähungen. 1 Tasse Pfefferminz-Tee wäre eine gute Alternative zum Magenbitter. Und das Tolle an Kräutern: sie sind völlig neutral und werden damit komplett säurefrei verstoffwechselt.

Ganz vorne zum Krafttanken stellt Dr. Thuile bewusste Zeit für uns selbst an und rät sich diese Termine genauso regelmäßig einzutragen und auch genauso strikt einzuhalten, wie andere wichtige Verpflichtungen. Entspannung und Bewegung, zählen wie die Ernährung, zu den wichtigsten Grundsäulen für ein gesundes Leben voller Frische.

 

Die Top 3 von Dr. Thuile zum Entgiften

Tipp Nr. 1:

Flohsamen-Pulver. Schon 1 Teelöffel davon in einem Glas Wasser, regt den Darm super an und reinigt zugleich auch noch den Dünndarm.

Tipp Nr. 2: 

Legen Sie 1 mal pro Woche einen Apfel-Reis-Tag ein, wenn Sie sagen, einen richtigen Fasten-Tag halten Sie nicht aus. Sie kochen dafür 500 Gramm Vollkornreis vor und reiben sich wenn der Hunger kommt, 1 Apfel samt Schale in eine Portion hinein. Der Reis füllt den Darm und der Apfel enthält reichlich Pektin, ein Ballaststoff der Gifte bindet und die Verdauung anregt.

Tipp Nr. 3:

Gekeimte Gerstenkörner. Diese können eine extrem wertvolle Verdauungshilfe sein und schmecken beispielsweise als warmer Frühstücksbrei.

 

„Frische Kraft voraus“ im Februar in "G’sundes Südtirol“.

Tipps und Infos vom bekannten Südtiroler Komplementärmediziner, Ernährungsexperten und Bestsellerautor Dr. Christian Thuile, tätig im Medical Center Quellenhof in St. Martin Passeier. Ihre Fragen können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).