G’sundes Südtirol: Hilfe bei (Pollen-) Allergien

Richtig behandelt, kommen Allergiker gut über die kritische Zeit und können ihre Beschwerden langfristig oft sogar loswerden, erklärt unser Radiodoktor Christian Thuile.

 

Heutzutage verfügen wir über wirklich gut verträgliche Medikamente, auch für Kinder, es gilt mit Fachärzten gemeinsam die richtige Kombination zusammenzustellen. Bei den so genannten Antihistaminika sind kaum mehr Nebenwirkungen zu befürchten. Die Abneigung vieler Erwachsener dagegen rührt daher, dass sie mit jenen der ersten Generation nicht nur gute Erfahrungen gemacht haben. Schwere Nebenwirkungen haben diese zwar auch nicht zur Folge gehabt, aber wer sie verwendet hat, hatte oft mit einer bleiernen Müdigkeit zu kämpfen. Das passiert mit den neuen Präparaten so gut wie gar nicht mehr, das ist ein entscheidender Fortschritt in der Entwicklung dieser Medikamente.

 

Antihistaminika wirken sehr gut gegen die Symptome, da sie die Entzündungsreaktionen, die bei einer Allergie ausgelöst werden, kleinhalten oder sogar ganz verhindern können. Entscheidend ist dabei, dass Betroffene rechtzeitig mit der Behandlung beginnen. Ist das nicht der Fall, ist das Risiko hoch, dass sich daraus etwas weit Bedrohlicheres entwickelt. Beispielsweise geht der nicht behandelte, an und für sich harmlose Heuschnupfen, bei über 30% der Betroffenen in ein gefährliches Asthma über und das gilt es unbedingt zu verhindern.

 

Um Komplikationen zu vermeiden ist es für Allergiker außerdem wichtig, dass die Nase nicht verstopft ist. Daher sollten sie in der Allergiezeit auch Nasensprays zu verwenden, die dazu beitragen, dass die Nasenschleimhäute abschwellen. Für diesen Fall können auch Präparate mit Cortison empfohlen werden, denn diese haben ebenfalls einen riesigen Entwicklungssprung gemacht und gehen kaum mehr ins Blut über, sondern wirken zu 99% nur noch gezielt dort, wo wir es brauchen, nämlich in der Nase; gleiches gilt für Augentropfen.

 

Anders ist es bei Cortison-Tabletten. Diese waren lange Zeit die einzige Möglichkeit, um schwere Formen von Allergien zu behandeln. Allerdings kann eine Langzeittherapie damit sehr starke Nebenwirkungen mit sich bringen und ist daher nur in enger Abstimmung mit Fachärzten anzuwenden und nur wenn es nicht anders geht. Denn dadurch können die Knochen geschwächt und porös, das Herz belastet und das Abwehrsystem in Mitleidenschaft gezogen werden, so unser Radiodoktor.

 

Um die Heuschnupfensymptome nicht nur zu behandeln, sondern langfristig in den Griff zu bekommen, im besten Fall irgendwann damit sogar keine Probleme mehr zu haben, wird die so genannte Allergieimpfung angewandt, eine Hyposensibilisierung. Mit dieser Art Gewöhnungstherapie kann das Immunsystem von Betroffenen meist ganz geschickt ausgetrickst werden. Bei der klassischen Methode wird dabei vom behandelnden Arzt der Reizstoff, der die Allergie auslöst, in niedriger Dosierung, in genau festgelegten Abständen, unter die Haut gespritzt, sodass sich der Körper nach und nach daran gewöhnt, darin keine Gefahr mehr sieht und auch nicht mehr darauf reagiert. Inzwischen ist diese Methode so gut weiterentwickelt worden, dass sie auch in Form von Tropfen oder Tabletten, unter genauer Anleitung, aber bequem zu Hause durchgeführt werden kann.

 

„Hilfe bei (Pollen-)Allergien“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“.

 

Tipps und Infos vom bekannten Südtiroler Komplementärmediziner, Ernährungsexperten und Bestsellerautor Dr. Christian Thuile, tätig im Medical Center Quellenhof in St. Martin Passeier. Ihre Fragen können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).