G’sundes Südtirol: Herzrhythmusstörungen

Herzrhythmusstörungen sind ein häufiges Problem und eigentlich harmlos, wenn auch nicht zu unterschätzen und oft auch einem ungesunden Lebensstil geschuldet, erklärt unser Radiodoktor Christian Thuile.

Wenn das Herz stolpert (so beschreiben Betroffene oft Herzrhythmusstörungen), merkt man das sehr deutlich, ein ganz unangenehmes Gefühl. Meist steckt dahinter aber glücklicherweise keine Gefahr für unsere Gesundheit, auch wenn solche Auffälligkeiten immer abgeklärt gehören. Unser Herz schlägt ständig, Milliarden mal im Laufe eines Lebens und jeder einzelne Pulsschlag trägt dazu bei, dass unsere Zellen mit Sauerstoff und mit Nährstoffen versorgt werden. Dass es bei einem derartigen Arbeitspensum auch mal zu einer Abweichung im Rhythmus kommt, ist völlig normal, jeder von uns kann einfache und nicht weiter besorgniserregende Herzrhythmusstörungen entwickeln. Wer dieses Gefühl nicht kennt, kann deswegen durchaus kalt schwitzen, es fühlt sich einfach bedrohlich an, wenn das Herz außer Takt gerät.

Besonders dankbar zeigen sich viele dem Herzen gegenüber ja nicht, ob seiner großartigen Leistungen, ganz im Gegenteil, sie belasten es noch zusätzlich mit einem ungesunden Lebensstil. Ein Körper kann sehr viel kompensieren, aber übermäßiger Alkoholkonsum, das Rauchen und Bluthochdruck gehen auf Dauer natürlich auf die Pumpe, sind absolutes Gift, vor allem auch fürs Herz. Auslöser für die häufigsten und meist harmlosen Herzrhythmusstörungen, in der Medizin sprechen wir von einer Tachykardie, sind Nervosität, Aufregung und Angst, aber auch Koffein, wenn man es nicht gewohnt ist oder zu viel Kaffee trinkt, kann unser Herz schneller schlagen lassen, genauso wie bestimmte Medikamente. Ein Blähbauch kann der Grund für Herzrasen sein und auch wer erkältet ist und Fieber hat, kennt diese (ganz normale) Reaktion seines Körpers.

So genannte Extrasystolen sind einzelne Zusatzschläge, die auch bei einem jungen, gesunden Herzen durch Ärger oder extremen Stress ausgelöst werden können, so Dr. Thuile, sie sind harmlos. Anders ist es, wenn das Herz dauerhaft zu schnell oder unregelmäßig schlägt, wie bei einem Vorhofflimmern, das ist die häufigste Rhythmusstörung, die am Herzen festgestellt wird. Dabei gerät der Herzschlag völlig außer Takt, das Herz pumpt völlig chaotisch bis zu 180 mal pro Minute und es gelangt nicht mehr ausreichend Blut in den Kreislauf und das kann zu einer gefährlichen Situation führen. Betroffenen kann es in so einer Situation schlagartig schlechter gehen und zum Herzstolpern kommen oft noch weitere Beschwerden dazu, wie Schwindel und Atemnot und erst dann, erst wenn sie deswegen einen Arzt aufsuchen, erfahren viele von der tickenden Zeitbombe in ihrer Brust.

„Herzrhythmusstörungen“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“. Tipps und Infos vom bekannten Südtiroler Komplementärmediziner, Ernährungsexperten und Bestsellerautor Dr. Christian Thuile, tätig im Medical Center Quellenhof in St. Martin Passeier. Ihre Fragen können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).