G’sundes Südtirol: Heiße Tipps für kalte Füße

Wer ständig friert, fängt sich leichter eine Erkältungskrankheit ein, erklärt Radiodoktor Christian Thuile, aber kuschelig warme Socken sind nicht das erste Mittel der Wahl.

Wenn wir zu kalt haben, fängt unser Körper an die Durchblutung auf die zentralen Organe zu konzentrieren und darunter leidet unser Immunsystem und vor allem auch die Schleimhäute im Nasen-Rachen-Raum. Und wenn diese nicht mehr gut durchblutet werden, also die Abwehr-„Polizei“ unseres Körpers nicht mehr überall gut hinkommt, haben es eindringende Viren und Bakterien leichter und wir riskieren krank zu werden.

Heiße Getränke, warme Decken und dicke Socken können zwar für ein wohliges Gefühl sorgen, effektiver ist aber Wärme von innen heraus. Suppen wären eine tolle Wärmequelle, so Dr. Thuile, beispielsweise eine Gemüse- oder eine Hühnerbrühe sorgt für anhaltende Wärme von innen heraus, auch weil sie länger als ein Heißgetränk im Magen bleibt, da sie ja verdaut werden muss. Außerdem enthält eine Suppe viel Cystein, ein Eiweiß welches entzündungshemmend wirkt und die Abwehr zusätzlich unterstützt, neben wertvollen Nährstoffen wie Vitaminen und Spurenelementen, vor allem wenn man dafür viel Wurzelgemüse verwenden. Auch der Flüssigkeitswert der Suppe ist dazuzurechnen, zur Befeuchtung der Schleimhäute, ein weiterer Schutz vor Erkältungen.

Ein altbewährtes Hausmittel gegen kalte Füße und Hände ist Rosmarinöl. Das kann man sich auch einfach selbst zu Hause zubereiten, indem man 2-3 Rosmarinzweige im Mörser zerstößt, in kalt gepresstem Olivenöl ansetzt und rund 6 Wochen an ein sonniges Plätzchen stellt. Dann den Rosmarin abseihen und schon kann man sich das Öl mit kreisenden Bewegungen einreiben, vom Fuß startend bis nach oben. Dieses Rosmarinöl eignet sich auch für ein herrlich wärmendes Fußbad.

Bürstenmassagen sind ein weiterer Tipp gegen das Frieren, beginnend von den Füßen und Händen, wo wir normalerweise am meisten zu kalt haben, Richtung Herz massieren und zum Schluss auch Rücken und Bauch: dadurch wird der Kreislauf ideal angeregt.

Die regelmäßige Bewegung an der frischen Luft ist doppelt nützlich gegen das Frieren: einerseits regen wir schon durch einen flotten, längeren Spaziergang 2-3-mal in der Woche unser Herzkreislaufsystem an, unsere Pumpe arbeitet auf Hochtouren und bringt uns in Schwung und es ist auch das beste Training zur Abhärtung. Genauso wie regelmäßige Saunagänge, zur Vorbeugung, Abhärtung und Stärkung dienen.

Und hier sei auch nochmal die Wichtigkeit von ausreichend Schlaf erwähnt, denn wer zu wenig schläft, friert leichter.

„Heiße Tipps für kalte Füße“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“ mit Dr. Christian Thuile, dem Leiter der komplementärmedizinischen Abteilung am Krankenhaus Meran. Ihre Fragen dazu können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).