G’sundes Südtirol: Heilpflanzen für unsere Leber

Löwenzahn (im Bild), Artischocke und Mariendistel sind die heimische Top 3 aus der Pflanzenheilkunde für unsere Leber, erklärt unser Radiodoktor Christian Thuile.

Gerade die Löwenzahnwurzel enthält viele Bitterstoffe, die den Gallenfluss anregen und die Leber dabei unterstützen die Giftstoffe auszuscheiden und über den Darm abzuführen, meist werden auch die Löwenzahnblätter verwendet. Allgemein holt man sich Heilkräuter für eine Kur am besten in der Apotheke, damit die Wirkstoffe konstant garantiert werden können. Man übergießt 2 Teelöffel der Löwenzahnmischung mit einem Viertelliter kochendem Wasser, lässt es 10 Minuten ziehen, seiht die Pflanzenteile ab und trinkt über den Tag verteilt 2-3 Tassen. Während so einer wirklich sinnvollen Entgiftungsphase der Leber sollte kein Tropfen Alkohol getrunken werden, auf fettreiche, panierte und frittierte Speisen verzichtet und auch der Zuckerkonsum auf ein Minimum reduziert werden.

Auch Artischockenblätter können durch die enthaltenen Kaffeesäurederivate und Bitterstoffe eine entgiftende und regenerierende Wirkung in der Leber in Gang setzen. Außerdem regt die Artischocke die Fettverbrennung an, was natürlich speziell bei einer Fettleber von Vorteil ist, aber dem gesamten Organismus nutzt. Wer den Erfolg einer Leberkur schwarz auf weiß haben will, der lässt sich davor seine Blut- und Leberwerte bestimmen, beide müssten sich zum Positiven verändern. Auch die Artischocke kann man als Teezubereitung zu sich nehmen, aber auch als Frischsaft und auch einfach als Gemüse, so der bekannte Südtiroler Ernährungsmediziner.

Als seinen Favoriten aus dem Bereich der Heilkräuter für die Leber bezeichnet Dr. Thuile aber die Mariendistel. Man verwendet davon die Früchtchen, die das direkt auf das Lebergewebe wirksame Silymarin enthalten. Dieser Naturwirkstoff kann es mit fast allen Giftstoffen aufnehmen, die auf unsere Leber einwirken und wird nicht umsonst sogar bei einer Vergiftung durch den extrem giftigen Knollenblätterpilz eingesetzt. Zusätzlich zum Schutz vor Giftstoffen, fördert die Mariendistel auch die Bildung von neuen Leberzellen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Regeneration dieses lebenswichtigen Organes. Täglich 2-3 Tassen als Teegetränk sind für eine Kur ideal. Wem die Mariendistel einfach zu bitter schmeckt, der kann seinen Tee gerne mit einem Löffel Honig verfeinern, der phänomenalen Wirkung tut das keinen Abbruch.

Die Liste der für die leber- und gallenwirksamen Heilpflanzen ist lang, besonders hervorzuheben wären ansonsten noch die Leberblümchen, die Schafgarbe, das Tausendgüldenkraut, die Angelikawurzel, die Gelbwurz (Curcuma) und auch die Gänseblümchen.

Schon wer seiner Leber ein paar Tage Kur gönnt, tut diesem lebenswichtigen Organ damit Gutes, besser wäre es aber natürlich so eine Entgiftungsphase, inklusive Teekur, Verzicht auf Alkohol und Fett- und Zuckerreduzierung, 2-3 Wochen durchzuhalten.

„Heilpflanzen für unsere Leber“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“. Tipps und Infos vom bekannten Südtiroler Komplementärmediziner, Ernährungsexperten und Bestsellerautor Dr. Christian Thuile, tätig im Medical Center Quellenhof in St. Martin Passeier. Ihre Fragen können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).