G’sundes Südtirol: Hausmittel bei Reizdarm

Gerade wer unter einem Reizdarm leidet, kann sich wertvolle Hilfe aus der Naturmedizin holen, erklärt Radiodoktor Christian Thuile und beschreibt auch in seinem neuen Buchbestseller „Hausmittel, die wirklich helfen“ verschiedene Möglichkeiten.

Das erste Problem ist, dass ein immer häufiger auftretender Reizdarm oft spät erkannt wird, weil die Beschwerden von Mensch zu Mensch unterschiedlich ausfallen können. Wir sprechen von einer so genannten „Ausschluss“-Diagnose, zu der man erst kommt, nachdem alle anderen Untersuchungen zu keinem Ergebnis geführt haben.

Auch bei einem Reizdarm können bestimmte Kräuter sehr gut eingesetzt werden: Die Pfefferminze, im Speziellen die Nanaminze, Eisenkraut (Verbene), was sehr gut als Tee schmeckt und warm genauso wie kalt getrunken werden kann, außerdem Ingwer, vor allem wenn auch der Magen involviert ist und die Gelbwurz (Kurkuma), weil diese auch bei der Verdauung so gut unterstützend wirkt.

Meist ist bei einem Reizdarm auch Stress mit im Spiel und eine innere Unruhe, daher kann man auch mit Johanniskraut und Lavendel einiges erreichen, gerade auch in Kombination mit der bereits genannten Pfefferminze. Ein warmer Bauchwickel, ein Lendenwickel, den man sich 30-60 Minuten anlegen kann, entspannt allgemein die Verdauungsorgane, kann also auch beim Reizdarm ein gesetzt werden, genauso wie die gute alte Bettflasche und wohl tut oft auch eine Bauchmassage, schön im Uhrzeigersinn und am besten mit einem beruhigenden Aromaöl wie Lavendel oder Melisse.

Schlafstörungen treten heutzutage immer häufiger auf, bereits rund jeder Dritte bei uns hat Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen. Das liegt in vielen Fällen daran, dass es uns einfach nicht mehr gelingt abzuschalten, dass der Stresspegel oft so hoch ist, dass wir den Kopf auch am Abend nicht mehr freibekommen, erklärt Dr. Christian Thuile, oft kreisen die Gedanken auch um Kummer, Sorgen und Ängsten. Hierbei haben sich Lavendel und auch die Passionsblume bewährt, beides als Teezubereitung denkbar, aber üblicherweise eigentlich öfter in Form von Kapseln aus der Apotheke eingenommen, womit eine konstante Qualität und Konzentration erreicht und die gewünschte Wirkung garantiert werden kann.

Als weiteres bewährtes Schlafmittel aus der Natur ist Baldrian sehr bekannt, eher weniger, aber zumindest genauso wirksam ist der Hopfen. Und die Hopfenmilch ist ein echter Geheimtipp: Dafür kochen Sie 2 Teelöffel getrocknete Hopfenzapfen in 250 ml Milch auf, lassen das Ganze anschließend 7 Minuten ziehen, seihen den Hopfen ab und trinken es vor dem Zubettgehen. 

Und ein optimaler Schlummertee vor dem Zubettgehen besteht aus: jeweils 40 Gramm Baldrianwurzel, Hopfenzapfen und Melisseblättern. Man vermischt die Kräuter, übergießt 1 Esslöffel davon mit heißem Wasser und lässt den Tee ziehen.  

"Hausmittel bei Reizdarm und Schlafstörungen“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“ mit dem bekannten Ernährungs- und Komplementärmediziner Dr. Christian Thuile. Ihre Fragen dazu können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).

„Hausmittel, die wirklich helfen“, heilen mit den Kräften der Natur, so der Titel des neuen Buchbestsellers von Dr. Christian Thuile, mit dem er auch ganz in Ihre Nähe kommt, im Rahmen der Athesia-Gesundheitswochen:

Montag, 13. März: Bruneck, Athesia Buchhandlung 

Donnerstag, 16. März: Meran, Athesia Buchhandlung

Montag, 20. März: Sterzing, Vigil Raber Saal

Mittwoch, 22. März: Schlanders, Aula Magna WFO

Donnerstag, 23. März: Brixen, Cusanus-Akademie

Montag, 27. März: Bozen, Athesia Buchhandlung

Dr. Tanja Nart von der Apotheke Burgstall gibt dazu praktische Tipps für die Anwendung und Herstellung von Hausmitteln. Durch die Abende führt G’sundes-Südtirol-Redakteurin Christine Rabanser.

Beginn: jeweils um 20 Uhr, der Eintritt ist frei.