G’sundes Südtirol: Hausmittel bei Muskelkater

Die Latsche (im Bild) wird im Volksmund nicht umsonst „Bergsegen“ genannt, sie gehört zu den ältesten medizinisch genutzten Pflanzen, erklärt unser Radiodoktor Christian Thuile.

Die häufigste aller Sportverletzungen ist der Muskelkater und gerade im Frühling, wo alle wieder motiviert sind, mehr Sport zu treiben, besonders auch an der frische Luft, übertreiben wir es gerne und der Körper dankt es uns mit Schmerzen. Der Muskelkater ist die Folge von zu viel Sport oder falsch ausgeführten Bewegungen und tritt nicht direkt nach dem Sport auf oder womöglich noch währenddessen. Schmerzen, die während wir Sport machen auftreten sind eher eine Zerrung oder ein Faserriss in der Muskulatur, was beides in ärztliche Behandlung gehört. Ein Muskelkater macht sich typischerweise ein paar Stunden nach dem Sport bemerkbar, als Folge von kleinsten Verletzungen im Bereich des Muskels, woraufhin sich eine große Anreicherung an Milchsäure (Laktat) bildet, was diese oft äußert unangenehmen Schmerzen mit sich bringt.

Ein Klassiker aus Südtirol ist die Latsche, die auch gerne als „Bergsegen“ bezeichnet wird. Daraus werden seit jeher Cremes und Anwendungen gemacht, so Dr. Thuile, Latschenkiefernöl fördert die Muskelentspannung und trägt dazu bei, dass der Muskel besser durchblutet wird, was natürlich bei einem Muskelkater sehr wertvoll ist. Ganz allgemein kommen bei diesem Problem Kräuter und Pflanzen zum Einsatz, die wärmend und durchblutungsfördernd sind, wie auch Chili. Aber Vorsicht: Chili nie zu großflächig anwenden, denn das könnte richtig unangenehm heiß werden und diese Hitze bekommt man dann auch nicht so ohne weiteres wieder los.

Auch die Muskatnuss ist ein Top-Tipp bei Muskelkater und Dr. Thuile rät zur folgenden Anwendung: Vermischen Sie 1 Teelöffel Muskatnusspulver mit 3 Teelöffeln Vaseline, lassen alles über Nacht stehen und massieren es dann in den schmerzenden Muskel ein.

Tolle Studien gibt es inzwischen auch zur Wirksamkeit von Oregano, der ebenfalls in einer bestimmten Konzentration die Durchblutung fördert und extrem positiv auf den Abtransport der Milchsäure aus dem Muskel wirkt. Und als konkrete Anwendung nennt unser Radiodoktor dieses Bad: Übergießen Sie 100 Gramm Oregano mit 1 Liter kochendem Wasser, lassen das Ganze 10 Minuten stehen und geben es in die (nicht zu volle) Badewanne. Beide Anwendungen finden Sie im neuen Buchbestseller von Dr. Thuile: „Hausmittel, die wirklich helfen“.

Das Johanniskraut wird gerne als Öl oder in Kapselform als Stimmungsaufheller eingesetzt, weniger bekannt ist seine äußere Anwendung. Johanniskrautöl, auch Rotöl genannt, kann man auch sehr gut zum Einreiben verwenden, auch in Kombination mit etwas Schnaps, der ebenfalls auf die schmerzende Stelle eingerieben, eine angenehm kühlende Wirkung mit sich bringt.

Apfelessig gilt in der Naturheilkunde als echtes Multitalent und kann auch bei Muskelkater verwendet werden. Man tränkt damit ein Tuch, wickelt es um die betroffene Stelle und lässt es rund 20 Minuten einwirken, auch damit erreicht man eine Linderung der Schmerzen.

„Hausmittel bei Muskelkater“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“ mit dem bekannten Ernährungs-, Ganzheits- und Komplementärmediziner, Referenten und Studien- und Fachbuchbestsellerautor Dr. Christian Thuile. Ihre Fragen dazu können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).