G’sundes Südtirol: Gestärkt in den Winter

Bis zu 200 Erkältungskrankheiten machen wir durch, husten und niesen also zwei bis drei Lebensjahre lang, erklärt Radiodoktor Christian Thuile. Auch mit Wurzelgemüse könnte man einiges zur Vorbeugung tun. 

Regelmäßige Mahlzeiten, Bewegung an der frischen Luft, ausreichend Schlaf und das Vermeiden von Stress, wären allgemein die besten „Waffen“ auch gegen Erkältungsviren. 

Gerade im Herbst sind Nahrungsmittel gefragt, die reich an Vitaminen und Spurenelementen sind. Vitamine schützen uns zwar nicht direkt vor einer Erkältung, aber ein Mangel macht uns anfälliger. Vitamin A, C und E, aber auch Selen und Zink stärken die Abwehr und fangen schädliche, freie Radikale ab, die unserem Immunsystem zusetzen würden. Daher ist jetzt Wurzelgemüse besonders zu empfehlen, wie Sellerie, Rohnen, Karotten, Rüben, Kartoffeln, aber auch Sauerkraut. Kräuter und Gewürze können auch etwas dazu beitragen, dass wir gestärkt in den Winter kommen. Curry, Gelbwurz, Rosmarin und Thymian stärken Herz-Kreislauf- und auch unser Immunsystem, Meerrettich, Zwiebel und Knoblauch wirken desinfizierend und helfen damit Krankheitserreger abzutöten und Ingwer und Zimt wärmen von innen heraus und geben uns ein wohliges Gefühl und stärken damit ebenfalls die Immunkräfte.

Und es heißt auch ausreichen zu trinken, damit die Schleimhäute feucht bleiben, denn gerade die Zeit der trockenen Heizungsluft setzt den Schleimhäuten in Nase und Rachen zu und kann sie schwächen. Fast eine Art Zaubertrank ist eine Mischung aus Engelwurz (unterstützt die Funktion der Leber, fördert die Galle und entgiftet die Bauchspeicheldrüse), Eisenkraut (regt den Stoffwechsel an und wurde früher als Allheilmittel für verschiedene Krankheiten eingesetzt) und Mistelkraut (kräftigt den Organismus und stärkt das Immunsystem). Man mischt 2 EL Engelwurz-Wurzel, 2 EL Eisenkraut und 2 EL Mistelkraut, übergießt sie mit 200 ml Alkohol (50% vol.), setzt das Ganze für etwa 4 Wochen an und schüttelt das Gebräu einmal täglich. Danach mit einem Tuch abseihen und in eine dunkle Flasche füllen. Bei Bedarf nehmen Erwachsene täglich 3 x 15 Tropfen mit etwas Wasser ein.

Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft heißt: zwei mal in der Woche, mindestens 40 Minuten lang, zumindest flott spazieren zu gehen, so Dr. Thuile. Das macht nicht nur die Blutgefäße elastisch, sondern aktiviert auch Herz und Kreislauf und unser Körper schafft es vor allem auch besser sich den Temperaturunterschieden anzupassen. Die Zellen unseres Abwehrsystems werden dadurch leistungsfähiger, man könnte sagen, die „Polizei“ in unserem Körper kontrolliert genauer und arbeitet effizienter.

Übrigens sind auch kalte Füße ungünstig, denn sobald unser Körper registriert, dass unser Zehen frieren, verengt er die Blutgefäße, damit keine weitere Wärme verloren geht und in weiterer Folge wir auch der Nasenrachenraum schlechter durchblutet und die Abwehr vermindert.

Übrigens: Wenn man bedenkt, dass Erkältungsviren einige Stunden lang in der Luft oder auch an der Oberfläche unserer Haut und auch von Gegenständen, Türgriffen und Telefonhörern überleben können, erklärt sich auch warum öfter Händewaschen ebenfalls ein Top-Schutz gegen Erkältungsviren ist. Unsere Hände sind einfach das wichtigste Übertragungsmedium, denn wir greifen uns oft ganz unbewusst an die Nase oder reiben uns die Augen.

„Gestärkt in den Winter“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“ mit Dr. Christian Thuile, dem Leiter der komplementärmedizinischen Abteilung am Krankenhaus Meran. Ihre Fragen dazu können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).