G’sundes Südtirol: Gemüse für den Dezember

Wurzel- und Kohlgemüse sind die heimischen Winterstars im Gemüsetopf, so unser Radiodoktor Christian Thuile.

Was unter der Erde wächst, bringt oft besonders viele Nährstoffe mit, das hat man schon früh erkannt. Dennoch wurden die gesunden, heimischen Rüben lange Zeit nur an das Vieh verfüttert. Inzwischen wissen wir, dass sie nährstoffreich und kalorienarm sind und eine Vielzahl an Mineralstoffen zu bieten haben, die gerade jetzt im Winter eine wertvolle Basis für unsere Abwehr darstellen.

Steckrüben bringen eine leichte Schärfe mit, die von den enthaltenen Senfölen herrührt, die imstande sind Viren und Bakterien zu vernichten. Die ebenfalls enthaltenen Bitterstoffe tun der Verdauung gut, weil sie Leber und Bauchspeicheldrüse anregen und auch dazu beitragen, dass sich unser Magen schneller entleert und damit weniger Säure bildet. Sie glänzen auch durch verdauungsfördernde Inhaltstoffe, Spurenelemente, Ballaststoffe und Präbiotika, die der Darmflora helfen, genauso wir durch Vitamine, Kalzium, Kalium und besonders durch reichlich Selen für unsere Abwehr. Was Forscher letzthin aber besonders an diesem Wintergemüse begeistert sind Stoffe, die Krebszellen im Wachstum hemmen können, was sie zu einem wertvollen Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung im Bereich der Krebsvorsorge machen könnte.

Auch heimisches Wurzelgemüse wie die Schwarzwurzeln kann man nur wärmstens empfehlen. Gerade die Schwarzwurzel, ein ehemaliges Arme-Leute-Essen, abfällig auch als „Spargel der Armen“ bezeichnet, ist eine echte Wundertüte an wertvollen Inhaltstoffen. Das besonders kalorienarme Gemüse hat Kalium dabei, das Nervenvitamin B und Vitamin E für unsere Haut und die Abwehr und auch Folsäure zur Regeneration der Nervenzellen und für die Blutbildung. Schwarzwurzeln sind auch bekannt für einen hohen Eisengehalt und einfach ein Fest für den Darm, da sie den Ballaststoff Inulin enthalten, der das Wachstum bestimmter entzündungshemmender und immunstärkender Darmbakterien fördert.

Kohlgemüse galt bereits im Altertum als Allheilmittel. Es enthält fast alle Mineralstoffe, die wichtigsten Spurenelemente und eine bemerkenswerte Vielfalt an Vitaminen. In 100 Gramm Weißkohl etwa, steckt die gleiche Menge Vitamin C, wie in einem Glas Orangensaft. Gerade Vegetarier und Veganer können sich mit Kohl auch mit ausreichend Eisen für das Blut versorgen, was wesentlich ist, für den Sauerstofftransport in unserem Körper. Wie gut Kohlgemüse für den Darm ist, ist vielen bekannt, neueste Forschungsansätze deuten aber sogar auch auf eine Wirkung in Sachen Krebsvorsorge hin.

„Gemüse für den Dezember“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“.

Tipps und Infos vom bekannten Südtiroler Komplementärmediziner, Ernährungsexperten und Bestsellerautor Dr. Christian Thuile, tätig im Medical Center Quellenhof in St. Martin Passeier. Ihre Fragen können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).