G’sundes Südtirol: Gefährliche Herzschwäche

Herzschwäche ist eine der häufigsten Erkrankungen unserer Zeit. Ein mögliches Anzeichen dafür können geschwollene Beine sein, erklärt unser Radiodoktor Christian Thuile.

Über die Hälfte aller Todesfälle in Europa sind auf eine Herzschwäche zurückzuführen und das eigentliche Problem ist, dass es sehr vielen gar nicht bewusst ist, davon betroffen zu sein. Dabei wäre es von größter Wichtigkeit, die Krankheit frühzeitig zu erkennen, um sie optimal behandeln zu können. Eine Herzschwäche ist ein schleichender Prozess, es fällt nicht sofort auf, dass das Herz nicht mehr voll leistungsfähig ist. Es kommt dadurch zu einem Blutrückstau in die Organe, im ganzen Körper, was verschiedene Symptome mit sich bringt, die darauf hinweisen können. Bei dicken Beinen und Füßen und geschwollenen Knöcheln am Abend, auf beiden Seiten und wenn es immer wieder vorkommt, sollte man auf jeden Fall auch in Betracht ziehen, dass es mit der nachlassenden Kraft des Herzens zu tun haben könnte.

Da die Organe und die Muskeln bei einer Herzschwäche nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff versorgt werden, fühlen sich Betroffene insgesamt schlapp und weniger leistungsfähig, bekommen beispielsweise auch weniger gut Luft beim Treppensteigen und die Konzentrationsfähigkeit lässt nach. Auch ein verstärkter, nächtlicher Harndrang kann ein Indiz für eine Herzinsuffizienz sein, denn die tagsüber im Gewebe eingelagerte Flüssigkeit kann nachts, wenn Betroffene ruhig liegen und das Herz entlastet wird, zurückströmen und die Blase füllen und öfter den Weg zur Toilette erfordern. Ein markantes Signal für eine Herzschwäche ist schwere Atemnot, so Dr. Thuile weiter, wenn das Herz nicht mehr genug Kraft aufbringt, um das Blut aus dem Herzen in den Kreislauf zu pumpen, staut es sich zurück bis in die Lunge, was sich auch durch ein leichtes Rasseln beim Atmen bemerkbar machen kann.

Heutzutage können wir eine Herzschwäche, wenn sie rechtzeitig erkannt wird und die Medikamente genau eingenommen werden, nahezu optimal behandeln. Neben dem ärztlichen Teil spielen auch Eigeninitiative und –Verantwortung eine wichtige Rolle: von der gesunden Ernährung, mit möglichst wenig Salz und einem normalen Gewicht, über regelmäßige, moderate Bewegung, der sofortigen Einstellung des Rauchens, der Kontrolle des Blutdruckes, bis zum Stressabbau. Und noch eine Info: Wir brauchen zwar immer ein gesundes Maß an Flüssigkeit, aber bei einer Herzschwäche schadet ein Zuviel. Und wer eine Herzschwäche hat, kann auch von einer Grippeimpfung profitieren, denn so eine Erkrankung bedeutet eine enorme Belastung für den Herzmuskel.

 

„Gefährliche Herzschwäche“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“. Tipps und Infos vom bekannten Südtiroler Komplementärmediziner, Ernährungsexperten und Bestsellerautor Dr. Christian Thuile, tätig im Medical Center Quellenhof in St. Martin Passeier. Ihre Fragen können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).