G’sundes Südtirol: Gartln trotz Heuschnupfen

Hobbys im Freien werden von einer Pollenallergie oft sehr stark beeinträchtig und gerade auch bei der Arbeit im Garten gilt es einiges zu beachten, so Dr. Christian Thuile. 

Beim Werkeln im Garten fangen Pollenallergikern schnell die Augen an zu laufen, die Nase juckt und ein Niesanfall jagt den nächsten und das war‘s für die meisten… Aber mit ein paar Vorsichtsmaßnahmen muss niemand auf dieses schöne Hobby verzichten. Voraussetzung ist, dass der Heuschnupfen gut behandelt wird und der Betroffene auch exakt weiß, auf welche Pflanzen er allergisch reagiert, die holt man sich dann natürlich nicht nach Hause. Auch ein Kompost im eigenen Garten ist nichts für Pollenallergiker, da sich darauf meist Unmengen von Pollen tummeln. Ein einfacher Trick wäre außerdem: auf Frühblüher wie Haselnuss, Birke und Erle genauso zu verzichten, wie auf Spätblüher wie Beifuß und Wegerich, damit verkürzt man sich die Pollensaison im eigenen Garten. Generell eine geringere Pollenbelastung geht von Rosen aus, Lavendel, Salbei und auch von den meisten Kletterpflanzen. Das Rasenmähen sollten Betroffene unbedingt anderen überlassen, denn dabei werden die Pollen so richtig aufgewirbelt und gelangen unweigerlich auf die Schleimhäute in Nase und Rachen. Der günstigste Zeitpunkt für Gartenarbeit für Allergiker ist in der Früh, ideal wäre auch  nach einem Regenguss, der die Pollen aus der Luft gewaschen hat. Und nach der Gartenarbeit bitte die Bekleidung ablegen, bevor sie Wohn- und Schlafzimmer betreten und damit sie die Pollen auch von den Haaren bekommen: Haare waschen

Heuschnupfen und Sport schließen sich keinesfalls aus, ganz im Gegenteil, denn Sport verbessert schließlich auch die Lungenfunktion und stellt damit gerade auch für Allergiker ein gutes Training dar. Für sportliche Allergiker gehören die gut verträglichen Medikamente gegen Heuschnupfen genauso zur Ausrüstung, wie gut angepasste Laufschuhe und eine Pulsuhr, so Dr. Thuile. Warmes und windiges Wetter ist für Sport im Freien natürlich ungünstig, am Land verlegt man seine körperlichen Aktivitäten besser in die frühen Morgenstunden, in der Stadt in den Abend, wegen der jeweils niedrigeren Pollenbelastung, auch nach einem kurzen Regen wäre dafür ein guter Zeitpunkt. In der besonders akuten Phase (siehe Pollenflugkalender der Landesagentur für Umwelt) kann es schon auch notwendig sein, eine Zeitlang sein Training ins Innere, vielleicht ins Fitnessstudio zu verlegen.  

„Gartln und Sportln trotz Heuschnupfen“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“ mit Dr. Christian Thuile, dem Leiter der komplementärmedizinischen Abteilung am Krankenhaus Meran. Ihre Fragen dazu können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).