G’sundes Südtirol: Eisenkraut, Schafgarbe, Beifuß

Auch dieses besondere Trio kann vielfältig für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden eingesetzt werden, erklärt unser Radiodoktor Christian Thuile.

 

Schon die Neandertaler haben um die Wirkung von Beifuß (Artemisia) gewusst, man hat Spuren davon bei Ausgrabungen entdeckt. Seine Bezeichnung lässt auf die frühere Verwendung schließen: wer lange auf den Beinen war, hat sich das Kraut einfach ins Schuhwerk gelegt. Das auch bei den alten Griechen und Römern beliebte Kraft- und Schutzkraut, ist in der Neuzeit etwas in Vergessenheit geraten und wächst oft unbeachtet am Wegesrand vor sich hin. Erst so langsam wird es wiederentdeckt, allen voran wegen seiner positiven Wirkung auf die Füße, gerade auch als Hilfe zur besseren Durchblutung. Für schwere Beine, etwa nach einer langen Wanderung, ist ein Fußbad mit Beifuß genau das Richtige, Beifuß-Öl ist optimal für entspannende Fußmassagen. Auch als Tee ist das Heilkraut interessant, bei allgemeiner Schwäche, Verdauungsbeschwerden und Appetitlosigkeit. Beifuß enthält viele Bitterstoffe und unterstützt damit die Bildung von Magensaft und Gallenflüssigkeit, also eine geregelte, gesunde Verdauung. Als traditionelles Frauenheilkraut gilt es, da es auch eine wärmende und entkrampfende Wirkung auf die Gebärmutter hat und damit zur Linderung von Regelschmerzen beiträgt.

 

Eisenkraut gehört zu den traditionsreichsten Heilpflanzen unsere Breiten, schon die römischen Soldaten hatten es immer dabei, um ihre Verletzungen zu behandeln. Heutzutage wird es vor allem in der Kosmetikindustrie verwendet, für desinfizierende Produkte, aber auch in Tee-Form und in der Küche zum Würzen von Fleisch und in Aufstrichen und Kräuteressigen. Auszüge aus Eisenkraut werden zur Schleimlösung eingesetzt, auch zur Stärkung von Leber und Magen und da sie außerdem noch harntreibend sind, profitieren auch die Nieren davon. Hinzu kommt die schmerzlindernde Wirkung und es ist auch krampflösend, beruhigend, appetitanregend und allgemein eine Unterstützung für das Immunsystem.

 

Schafgarbe (Achillea) (im Bild) hat bei uns in Südtirol seit Jahrhunderten einen hohen Stellenwert als Heilpflanze, ihr mild-würziges Aroma wird aber auch in der Küche geschätzt. Sie wirkt verdauungsfördernd, regt die Leber an und reinigt sie, ist entzündungshemmend und krampflösend, besonders im Magen-Darm-Trakt. Sie ist auch sehr gut geeignet bei Unterleibserkrankungen, da sie die Durchblutung der dort befindlichen Organe anregt und die Schmerzen lindert. Schafgarbe kann auch äußerlich angewandt werden, in Umschlägen bei offenen Wunden und bei Hämorrhoiden. Auf keinen Fall ist sie jedoch Schwangerer anzuraten, denn sie kann Blutungen und Wehen auslösen“.

 

„Kraft der Almkräuter: Eisenkraut, Schafgarbe, Beifuß“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“.

 

In unserer Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“ bekommen Sie wöchentlich Tipps und Infos vom bekannten Südtiroler Komplementärmediziner, Ernährungsexperten und Bestsellerautor: Dr. med. univ. Christian Thuile. Ihre Fragen können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).