G’sundes Südtirol: Die Welt des Tees

Tee ist nach Wasser das am meisten konsumierte Getränk der Welt. Über 2,5 Millionen Tonnen Teeblätter und -Blüten werden weltweit pro Jahr mit heißem Wasser übergossen und nach einer bestimmten Ziehzeit genossen, erklärt Radiodoktor Christian Thuile.

Vor allem in Asien, der Heimat des Tees, wird das Teetrinken regelrecht zelebriert. Bei uns in Europa haben die Briten dieses Heißgetränk zur Lebensart erhoben, durch den legendären „Five o’Clock“-Nachmittagstee ist der Schwarztee bei uns erst richtig bekannt geworden. Schwarzer Tee kann sich positiv auf den Blutdruck auswirken, die Nerven beruhigt und die Konzentration fördern. Schwarzer und auch grüner Tee enthalten viele Vitamine, allerdings in eher niedriger Konzentration, wichtiger ist ein bemerkenswerter Gehalt von Jod, das immerhin die Bildung von Karies verhindern kann. Ob grüner Tee tatsächlich auch für die Krebsvorsorge ein Thema ist, wird derzeit noch intensiv untersucht.

In Schwarz- und Grüntee ist Koffein enthalten, das früher als Teein bezeichnet worden ist, eine Tasse enthält zwischen 40 und 100 Milligramm. Das hängt von der Teesorte ab, aber auch vom Standort der Teepflanze, gedeiht sie im Schatten ist der Gehalt höher, als an der Sonne. Und man kann den Koffeingehalt auch ganz entscheiden selbst beeinflussen, nämlich durch die Ziehzeit. Wünscht man eine anregende Wirkung sollte der Tee nur kurz ziehen, höchstens drei Minuten lang.

Bei über 3.000 verschiedenen Teesorten hat man wirklich die Qual der Wahl. Wenn man es aber genau nehmen möchte, ist Tee nur jenes Getränk, das aus der Teepflanze hergestellt wird, die bei uns beliebten Kräuter- und Früchtetees müsst man eigentlich korrekterweise als Aufgussgetränke bezeichnen. Diese sollten in der Regel rund 10 Minuten lang ziehen. Wird ein Teegetränk aus Wurzeln zubereitet, wie dem Ingwer, sollten diese in Scheiben geschnittenen mit dem Wasser aufgekocht werden, bevor das Getränk zieht. Bei uns in Südtirol wird seit jeher auch auf die Wirkung von Heiltees gesetzt. Man sollte diese aber immer nur für eine bestimmte Zeit einsetzen, damit sich der Körper nicht daran gewöhnt.

Mancherorts wird zu bestimmten Teesorten ganz automatisch etwas Milch dazu gereicht, wie beim schon erwähnten englischen 5-Uhr-Tee. Auch das Nationalgetränk Südafrikas, der wertvolle Rooibos-Tee (Rotbuschtee), wird traditionell mit Milch getrunken. Honig kann bei Hustentees einen zusätzlichen Nutzen bringen. Dabei ist aber darauf zu achten, den Tee zuerst abkühlen zu lassen und dann erst den Honig dazuzugeben, ansonsten gehen seine wertvollen Inhaltstoffe verloren. 

„Die Welt des Tees“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“ mit Dr. Christian Thuile, dem Leiter der komplementärmedizinischen Abteilung am Krankenhaus Meran. Ihre Fragen dazu können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).