G’sundes Südtirol: Die Vitamin-C-Spitzenreiter

Vitamin C stärkt unsere Abwehr und macht uns frisch für den Frühling. Und es steckt nicht nur in Orangen und Kiwis, sondern noch mehr auch in der heimischen schwarzen Johannisbeere (im Bild), erklärt Dr. Christian Thuile.

Vitamin C (auch als Ascorbinsäure) ist an sehr vielen Vorgängen in unserem Körper beteiligt und erfüllt wichtige Aufgaben: es ist unter anderem am Aufbau unseres Bindegewebes beteiligt und das sorgt schließlich dafür, dass wir nicht auseinanderfallen. Es ist auch dafür zuständig, dass unsere Zähne im Mund verankert werden, dass unsere Haut glatt und straff bleibt und es fördert die Aufnahme von Eisen aus unserer Nahrung, womit die Blutbildung erleichtert wird. Für unsere Abwehr ist Vitamin C unverzichtbar, weil es hilft schädliche, freie Radikale abzufangen, die durch Umwelteinflüsse und Gifte, aber auch unter Sonneneinstrahlung entstehen können. Gerade in den Wintermonaten brauchen wir das Vitamin C dringend, weil es unser Immunsystem stärkt und vor allem auch die Dauer von schweren Erkältungen verkürzen kann.

Orangen und Kiwi gelten als die Klassiker unter den Vitamin-C-Lieferanten, aber auch heimisches Obst und Gemüse kann sehr gut mithalten, mehr noch: Brokkoli, Rosenkohl und auch Grün- und Chinakohl hängen sie bei weitem ab. Allerdings muss man auch wissen, dass Vitamin C wasserlöslich und hitzeempfindlich ist, also das meiste davon beim Kochen leider verloren geht. Beim Brokkoli etwa wäre daher dringend auch das Wasser mitzuverwenden, denn ansonsten wird es nichts mit den wertvollen Inhaltstoffen. Beim Spinat, ein weiterer starker Vitamin-C-Spender, bleibt dieses auch noch im gefrorenen Zustand zu 80-90% erhalten, da er meist erntefrisch, direkt auf dem Feld, verarbeitet wird. Regelrechte Vitamin-C-Bomben sind Peperoni, was man auch daran ablesen kann, dass jener Wissenschaftler, der das Vitamin C als erster entdeckt und als Ascorbinsäure beschrieben und dafür übrigens auch den Medizinnobelpreis erhalten hat, es darin entdeckt hat und isolieren konnte. Aber je nach Farbe haben Peperoni einen unterschiedlichen Vitamin-C-Gehalt, die roten enthalten weit mehr, als die grünen.

Auch durch heimisches Obst können wir uns gut mit Vitamin C eindecken, allen voran durch Sanddorn, Hagebutte und die schwarze Johannisbeere, sie kann nicht nur am meisten Eisen vorweisen, unter unseren Beerenfrüchten, sie liefert auch sehr viel Vitamin C und zwar über 175 mg pro 100 g, eine Orange schafft im Vergleich dazu gerade einmal ein Drittel davon. Aber auch unsere Äpfel und Birnen, Himbeeren, Schwarzbeeren und Preiselbeeren, eigentlich so ziemlich jedes heimische Obst, ist gut für unseren Vitamin-C-Haushalt.

„Vitamin-C-Spitzenreiter“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“ mit Dr. Christian Thuile, dem Leiter der komplementärmedizinischen Abteilung am Krankenhaus Meran. Ihre Fragen dazu können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).