G’sundes Südtirol: Die Lungenentzündung

Die Anzeichen für eine Lungenentzündung werden allzu oft übergangen oder zu wenig beachtet und gerade das macht sie so gefährlich, warnt unser Radiodoktor Christian Thuile.

Dass allein in Europa im Jahr rund 260.000 Menschen an den Folgen einer Lungenentzündung sterben, sollte den Ernst der Lage unterstreichen. Oft vergeht viel zu viel Zeit bis Betroffene reagieren und währenddessen können sich die Krankheitserreger im Körper ausbreiten und Schaden anrichten. Ist unsere Abwehr nicht gut aufgestellt oder vielleicht gerade geschwächt und sei es nur durch einen banalen Infekt, wie eine (ebenfalls oft unterschätzte und nicht auskurierte) Sommergrippe, können gefährliche Bakterien und entsprechende Viren eine Lungenentzündung auslösen.

Auf der einen Seite kann es sich um eine Lungenentzündung handeln, die man sich im eigenen Umfeld holt, so Dr. Thuile, auf der anderen Seite gibt es aber auch eine noch gefährlichere Form, die Intensivpatienten im Krankenhaus bekommen können und diese Keime reagieren oft nicht mehr ausreichend auf eine Antibiotikatherapie.

Dass die Lungenentzündung eine Krankheit des Winters ist, ist übrigens ein Irrtum, es kann uns das ganze Jahr treffen und es gibt keinen Unterschied in der Gefährlichkeit. Als wesentliche Merkmale dafür, dass jemand eine Lungenentzündung entwickelt und dringend zum Arzt muss, nennt Dr. Thuile: Fieber mit einer Temperatur von über 38,5 Grad, meistens auch verbunden mit Schüttelfrost und oft auch mit Husten.

Immungeschwächte Menschen bringen ganz allgemein ein erhöhtes Risiko mit, vor allem wenn sie vielleicht an einer schwere Grunderkrankung leiden, wie beispielsweise die Zuckerkrankheit und entsprechende Medikamente einnehmen müssen. Auch nach einer Grippe ist auszupassen und vor allem auch Kleinkinder und Säuglinge erkranken leichter an einer Lungenentzündung. Wer raucht schwächt das Abwehrsystems seines Körpers und die Bronchien und ist damit natürlich auch anfälliger für eine Lungenentzündung. Das Wichtigste für Betroffene ist die rechtzeitige Behandlung und die Schonung.

Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft ist und bleibt natürlich eine der besten Vorsorgemaßnahmen. Außerdem ist es wichtig ausreichend zu trinken (Kräutertees, Ingwer-, Thymian-, Fenchel-Tee), denn Atemwege und Lunge brauchen ausreichend Flüssigkeit, dadurch verhindern wir, dass sich gefährliche Viren und Bakterien auf unseren Schleimhäuten festsetzen können. Und noch ein wichtiger Tipp: Unterdrücken Sie Husten nicht, ein natürlicher Hustenreiz befreit uns auch vor Eindringlingen.

Risikogruppen steht eine Impfung zur Verfügung, die man jedes Jahr wiederholen muss, weil sich die Viren verändern. Die neuesten Forschungsergebnisse in der Naturmedizin gehen in Richtung vorbeugende Pflege der „Lungenflora“

„Die Lungenentzündung“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“. Tipps und Infos vom bekannten Südtiroler Komplementärmediziner, Ernährungsexperten und Bestsellerautor Dr. Christian Thuile, tätig im Medical Center Quellenhof in St. Martin Passeier. Ihre Fragen können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).