G’sundes Südtirol: Die größten Fettfallen

Fette sind eine Lebensgrundlage für unseren Körper, aber zu viel davon macht uns krank, erklärt Radiodoktor Christian Thuile. Wir langen oft schon beim (kleinen) Frühstück kräftig zu, ohne uns dessen richtig bewusst zu sein.

Fette sind ein wichtiger Energielieferant (viel wichtiger als Zucker und Eiweiß), 60 bis 80 Gramm brauchen wir davon am Tag, um gesund zu bleiben. Leider liegen aber viele von uns ständig weit darüber! Das Problem ist, dass rund 50% der Fette, die wir zu uns nehmen, so genannte versteckte (auch unsichtbare) Fette sind, die wir mit freiem Auge nicht erkennen, da sie verarbeitet in unsere Lebensmittel kommen. Beim Anblick vom weißen Rand beim Speck ist die Sache klar: das ist Fett, da gilt es sich möglichst zurückzuhalten. Aber dass man mit einem Blätterteigcroissant und einem Cappuccino zum Frühstück beispielsweise schon den Fettgehalt einer kleinen Pizza verdrückt hat, ist schon nicht mehr so klar ersichtlich. Und in Croissants befinden sich meist auch nicht die gesunden Fette, sondern die gesättigten Transfette, die als großer Risikofaktor unter anderem für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gelten.

Das belegte Brot für Zwischendurch lässt die Fettbilanz auch nach oben schnellen. Gerade Lyoner, Krakauer und allgemein verarbeitete Würste und natürlich auch Salami, enthalten sehr viele versteckte Fette, so der bekannte Südtiroler Ernährungsmediziner, im Vergleich dazu schneidet Speck noch besser ab, der aber auch nicht gerade als Diätprodukt durchgeht. Besser wäre ein magerer Schinken, wenn es unbedingt ein Fleischbelag sein muss. 

Auch beim Käse lassen sich viele Fette einsparen: Nehmen Sie anstelle der besonders fetten Sorten wie Gorgonzola, Camembert, Käse mit Doppelrahmstufe, Schmelzkäsescheiben (für den Toast) und Streichkäse wie die beliebten Käseecken, lieber magere Käsesorten. Ein absolutes Südtiroler Highlight stellt hierbei der Graukäse dar, der zwar etwas Geschmackssache ist, aber nicht einmal 2% (!) Fett enthält.

Fertiggerichte wie Tiefkühlpizza bringen oft nicht nur sehr viel Käse mit, sondern auch industrielles Fett, das reichlich für den Geschmack eingesetzt wird, auch im Teig. Mit so einer Mahlzeit hat man gut und gerne schon den halben Kalorienbedarf eines ganzen Tages beisammen, inklusive der gefährlichen Transfette. Wer seine Pizza selbst macht, kann schon für den Teig ein tolles Mehl und gutes Öl verwenden und sie auch noch ganz individuell mit gesunden Zutaten belegen. Und das gemeinsame Pizzamachen macht auch noch richtig Spaß.

Als regelrechte Fettfallen sind auch Nüsse, Cracker und Salzgebäck zu nennen. Diese Knabbereien enthalten meist sehr viel Salz und auch viel zu viel Fett. Man könnte stattdessen beim Fernsehen einfach mal Gemüse-Sticks hinstellen, da greift auch jeder gerne zu.

„Die größten Fettfallen“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“ mit Dr. Christian Thuile, dem Leiter der komplementärmedizinischen Abteilung am Krankenhaus Meran. Ihre Fragen dazu können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).