G’sundes Südtirol: Depressionen behandeln

Es ist davon auszugehen, dass nur rund jede zweite Depression behandelt wird. Aber je früher auch diese Krankheit erkannt wird, desto besser, erklärt unser Radiodoktor Christian Thuile.

Depressionen gehören bei uns, neben Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen, zu den häufigsten Krankheitsbildern. Keiner braucht sich dafür zu schämen, denn eine Depression ist eine Krankheit, wie jede andere auch und je früher jemand deswegen einen Arzt aufsucht, desto besser. Eine Depression kann gut behandelt, sogar geheilt werden, in jedem Fall aber, kann viel für eine bessere Lebensqualität von Betroffenen getan werden.

Depressive Verstimmungen kennt jeder, im Unterschied zur Depression handelt es sich dabei um einen vorübergehenden Zustand der Erschöpfung, der Mutlosigkeit, der Trauer, als Reaktion auf bestimmte Ereignisse im Alltag. Wenn so ein Stimmungstief aber nicht vorübergeht und länger anhält, könnten es die ersten Alarmsignale einer beginnenden Depression sein und dann sollte man auch nicht zögern sich jemandem anzuvertrauen. Wird eine Depression nicht behandelt, bessert sich der Zustand normalerweise nicht mehr von alleine.

Eine Depression kann unterschiedliche, konkrete Ursachen haben, aber auch völlig unabhängig von äußeren Umständen auftreten, es kann jeden treffen, in jeder Lebenssituation. Der Zeitpunkt der beginnenden Behandlung entscheidet darüber, wie die Erkrankung verläuft. Passiert (zu) lange nichts, erleiden Betroffene die gefürchteten, schwermütigen Symptome, wie eine völlige Leere, eine Hoffnungs- und Antriebslosigkeit, Ängste, Schlafstörungen bis hin zu Selbstmordgedanken. Mögliche Anzeichen für eine Depression können auch Appetitlosigkeit sein, eine völlige Lustlosigkeit, Konzentrationsstörungen und auch körperliche Symptome wie Kopfschmerzen, Magendrücken und ein ständiges Kloss-im-Hals-Gefühl.

Wer Anzeichen einer Depression bei sich verspürt, der sollte sich auf keinen Fall zurückziehen und das mit sich selbst ausmachen wollen, das funktioniert in den allerwenigsten Fällen. Sich jemandem aus dem Umfeld anzuvertrauen ist wichtig, eine Depression gehört aber auf jeden Fall in professionelle Hände. Dr. Thuile erklärt: „Sie sind mit diesem Problem bei weitem nicht alleine, es gibt Hilfe und ein normales und erfülltes Leben ist auch für Sie wieder möglich. In der Behandlung setzen wir vor allem auf die Psychotherapie und Medikamente, unterstützend kommt auch die Naturheilkunde zum Einsatz, in Absprache mit dem behandelnden Arzt“.

„Depressionen behandeln“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“.

Tipps und Infos vom bekannten Südtiroler Komplementärmediziner, Ernährungsexperten und Bestsellerautor Dr. Christian Thuile, tätig im Medical Center Quellenhof in St. Martin Passeier. Ihre Fragen können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).

Professionellen Rat und Hilfe bekommen Sie beim Hausarzt, den Zentren für psychische Gesundheit, den psychologischen Diensten im Südtiroler Sanitätsbetrieb, den unterschiedlichsten Selbsthilfegruppen, bei Psychiatern und Psychotherapeuten und auch bei der Telefonseelsorge der Caritas und der Jugendberatungsstelle von Young and Direct.