G’sundes Südtirol: Bunte Smoothies

Die angesagten, pürierten Obst- und Gemüsesäfte strotzen nur so vor Vitaminen, Mineralstoffen und Pflanzenwirkstoffen, erklärt Dr. Christian Thuile, besonders wenn wir dafür heimische Zutaten verwenden.

Natürlich isst man Obst und Gemüse am besten frisch oder wenn es schon sein muss, so schonend wie möglich verarbeitet, dann hat man am allermeisten davon… aber für Obst- und Gemüse-Muffel können Smoothies (smooth englisch für fein, mild, cremig) eine echte Alternative darstellen. Man kann sie im Prinzip in drei Kategorien unterteilen, in die grünen, meist auf Gemüsebasis, die rot-orangen aus verschiedenen Obstkomponenten und die warmen, eine Art Gemüsesuppe als leichte Zwischenmahlzeit. Die frischen (!) Zutaten werden dafür komplett, mit Schale und Kernen, im Mixer zu einem Brei aufgearbeitet und am besten auch bald einmal getrunken, damit die wertvollen Inhaltstoffe nicht verloren gehen.

In den grünen Smoothie kann man Spinat geben, Gurke, verschiedene Blattsalate, Knollensellerie, Petersilie, die Stauden der Karotten und auch Brokkoli. Der Feinschmecker gibt auch ein paar Tropfen Limettensaft dazu und reibt sich etwas Ingwer hinein. Natürlich soll er auch geschmacklich ansprechend werden, deswegen empfiehlt es sich zur Hälfte eine Obstzutat zu verwenden und weil wir uns in diesem Monat auf heimische Vitaminbomben konzentrieren, könnte es zum Beispiel Südtiroler Apfel sein. Gesundheitlich besonders aufpeppen lässt sich ein Gemüsesmoothie mit etwas Brunnenkresse oder mit Brennnessel und Löwenzahn. Damit auch die fettlöslichen Vitamine besser von unserem Körper aufgenommen werden, gibt man am besten auch einige Tropfen Öl dazu. Und dieser Mix schmeckt übrigens weit weniger penetrant gesund, wie man vielleicht vermuten möchte, man muss nur aufpassen, dass die bitteren Komponenten nicht zu dominant sind. Optisch macht dieses gesunde Getränk (das auch ideal zu jeder Diät passen würde) besonders viel her, wenn man es mit Blüten dekoriert, Wildkräuter würden sich extra gut anbieten. Ein warmer Smoothie ist etwas zeitaufwendiger in der Zubereitung, weil man das Gemüse dafür zuerst kochen oder zumindest kurz dünsten muss.

Ein echter Genuss ist ein Früchtesmoothie aus püriertem Kaki, Birne und Apfelsaft, so Dr. Thuile, und verrät, dass er persönlich noch etwas Fenchel dazugibt, denn der gibt auch viel Flüssigkeit ab, Mutige können auch Rohnen (Rote Beete) ausprobieren. Himbeeren und Erdbeeren machen sich immer gut dazu, gerne auch die eingefrorenen aus dem eigenen Garten. Achtung aber: mehrere Gläser von diesem Getränk schlagen auch kalorisch zu Buche.  

Rezeptvorschlag: „Milde Brise“ (Grüner Smoothie)

1,5 handvoll Feldsalat

1/3 Salatgurke

1 großer Apfel (sonst zwei kleine Äpfel)

1/2 Birne

1/3 Zitrone

wenig (ca. 50-75ml) Wasser

Zunächst nur das Blattgrün in den Mixer geben und den Behälter mit dem Wasser auffüllen. Blattgrün zerkleinern und Drehzahl langsam bis zur Höchststuffe steigern. Dann die restlichen Zutaten in den Behälter geben und ihn zunächst auf niedrigster Stufe arbeiten lassen, bis sich die Masse schön verdichtet. Anschließend die Drehzahl langsam bis auf das Maximum erhöhen. Zum Garnieren eignen sich Minzblätter.

Rezeptvorschlag: „Erfrischender Beeren-Smoothie“

250 ml Apfelsaft

1 Handvoll Beeren nach Wahl

1 große Birne

Evtl. etwas Honig zum Süßen

Alle Zutaten waschen und zerkleinern, damit sie schön tief in den Mixbehälter einsinken. Mixer auf niedriger Stufe starten und dann langsam erhöhen. Nach Bedarf Crushed Ice hinzufügen. 

„Bunte Smoothies“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“ mit Dr. Christian Thuile, dem Leiter der komplementärmedizinischen Abteilung am Krankenhaus Meran. Ihre Fragen dazu können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).