G’sundes Südtirol: Blasen an den Füßen

Zur Behandlung von schmerzhaften Blasen an den Füßen, gibt es verschiedene Hausmittel, selbst öffnen sollte man sie besser nicht, erklärt unser Radiodoktor Christian Thuile.

Wer gerne die Wanderschuhe schnürt, läuft sich schon mal eine Blase ein. Schuhe, die nicht gut auf die eigene Fußform abgestimmt sind, führen am häufigsten dazu, zu kleine, genauso wie zu große, in denen wir hin und her rutschen. Auch die Qualität des Schuhwerkes spielt eine große Rolle, denn wenn grobe Nähte zu spüren sind, fegt das und kann mit der Zeit sehr schmerzhaft werden, oft sind das Problem aber auch ungeeignete Sohlen. Und es nützt der beste Wanderschuh nichts, wenn wir bei den Socken sparen oder sie nicht richtig anziehen, nur schnell schnell reinschlüpfen, sodass sie Falten machen. Bei den Socken gilt: lieber etwas kleiner kaufen, als zu groß. Im Unterschied zu den Schuhen, die eher etwas größer ausfallen sollten, damit es auch beim Berg-ab-Gehen keine Blasen gibt.

Ein kühlendes Fußbad mit Kamille ist bei Blasen an den Füßen sehr zu  empfehlen, so Dr. Thuile, denn Kamille wirkt entzündungshemmend, unterstützt die Regeneration und hilft die Füße gut zu reinigen, als Vorbereitung für die weitere Behandlung. Bei kleinen Blasen bietet es sich an, etwas Vaseline draufzugeben oder eine Ringelblumensalbe, beides beschleunigt die Heilung. Ein absolutes Highlight in diesem Bereich ist die Aloe Vera. Sie produziert im Inneren des Blattes ein ganz wunderbares Gel, das man direkt auf die Blase auftragen kann. Es wirkt entzündungshemmend und wunderbar kühlend, was die Schmerzen deutlich verringern kann.

Apfelessig ist ein weiteres einfaches und kostengünstiges Hausmittel bei Blasen an den Füßen. Er wirkt desinfizierend und antibakteriell, schützt also davor, dass sich die Blase entzündet. Man kann ihn mehrmals am Tag auf etwas Watte geben und die Blase damit abtupfen, die dadurch schneller abheilt. Ebenfalls besonders gut dafür geeignet, da extrem desinfizierend, ist auch das Teebaumöl.

Weil Blasen oft durch übermäßiges Schwitzen entstehen, noch ein kostengünstiger Tipp: Besorgen Sie sich Bittersalz aus der Apotheke und machen Sie damit drei mal in der Woche ein Fußbad. Das ist ein gutes Mittel gegen das Füßeschwitzen und Sie reduzieren damit das Risiko für Blasen.

Selbst aufstechen sollte man Blasen an den Füßen nicht, weil die Flüssigkeit, die sich darin bildet, der Haut hilft, sich darunter neu zu bilden. Lassen Sie kleinere Blasen, die nicht weiter ständig Druck und Reibung ausgesetzt sind, in Ruhe arbeiten, das heilt normalerweise wunderbar von alleine wieder ab. Wenn das bei einer größeren Blase nicht möglich ist, sollten Sie diese am besten von ihrem Hausarzt aufmachen lassen. Wenn Sie keine andere Möglichkeit haben, öffnen Sie sie selbst, aber unter saubersten Bedingungen, denn ansonsten besteht große Infektionsgefahr. (Schmutzige) Fingernägel oder heiß gemachte Nadel, sind dafür völlig ungeeignet!

„Blasen an den Füßen“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“. Tipps und Infos vom bekannten Südtiroler Komplementärmediziner, Ernährungsexperten und Bestsellerautor Dr. Christian Thuile, tätig im Medical Center Quellenhof in St. Martin Passeier. Ihre Fragen können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).