G’sundes Südtirol: Beschäftigung fürs Gehirn

Zunehmende Vergesslichkeit kann zwar ein Hinweis auf eine beginnende Demenz sein, dahinter können aber auch andere, harmlose Ursachen stecken, erklärt Dr. Christian Thuile.

Dass wir im Alltag auch mal etwas vergessen, unabhängig vom Alter, ist völlig normal und sogar ein natürlicher Schutzmechanismus des Gehirnes, denn dadurch filtert es aus der ganzen Flut von Informationen, die ständig auf uns hereinprasseln, die wichtigen heraus und speichert sie ab, die unwichtigen vergessen wir und schaffen so wieder Platz. Jedes Gehirn filtert dabei anders und unterliegt auch Schwankungen in Gedächtnisleistung und Konzentrationsfähigkeit, bedingt durch das Alter, aber auch durch äußere Lebensumstände: Schlafmangel gehört dabei zu den größten Risikofaktoren, auch negativer Stress ist Gift für unser Gedächtnis, genauso wie der damit oft einhergehende Zeitdruck. Besonders negativ wirken sich auch psychische Belastungen auf unsere Aufnahme- und Merkfähigkeit aus, wie Streit, Verlust oder anhaltendes Mobbing am Arbeitsplatz; übrigens können auch sehr positive Emotionen vorübergehend diesen Effekt haben.

Ständiger Lärm ist ebenfalls ein Problem für das Gedächtnis, gerade Schüler tun sich oft schwer damit, sich etwas zu merken, wenn nebenbei immer der Fernseher läuft und womöglich auch noch die Geschwister herumtoben, so Dr. Thuile weiter. Bei Menschen die viel alleine sind, lässt die Gedächtnisleistung oft auch nach, denn durch den Kontakt zu anderen, nehmen wir immer wieder neue Informationen auf, die es zu verarbeiten gilt. In unserem Langzeitgedächtnis abgespeicherte Informationen und Bilder müssen sogar immer wieder abgerufen werden, damit sie dort verankert bleiben. Unser Denkvermögen funktioniert am besten wenn wir es ständig „füttern“, wenn wir es anregen und trainieren. Und am allerbesten funktioniert unser Gedächtnis, wenn wir auch unseren Körper fit halten.

Durch einfache Übungen können wir dem Gedächtnis auf die Sprünge helfen: immer wieder Kreuzworträtsellösen, Memory-Spielen mit den Kindern, etwas Auswendiglernen und bitte versuchen Sie sich doch auch Handynummern zu merken, die Telefonnummern haben wir früher doch auch behalten können!

Ginkgo ist ein anerkanntes Mittel aus der Naturheilkunde bei beginnenden Gedächtnisstörungen. Er wird auch bei leichten Formen einer Demenz zunächst eingesetzt, um die Leistungsfähigkeit des Gehirnes zu unterstützen. Ginkgo bewirkt vor allem eine verbesserte Durchblutung im Gehirn. 

„Das Gehirn braucht Beschäftigung“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“ mit Dr. Christian Thuile, dem Leiter der komplementärmedizinischen Abteilung am Krankenhaus Meran. Ihre Fragen dazu können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).