G’sundes Südtirol: Atemwege stärken

Gerade bei Erkältungskrankheiten können ätherische Öle eine besonders positive Wirkung auf uns haben, erklärt Radiodoktor Christian Thuile, das Inhalieren z.B. kennen viele.

Wenn wir erkältet sind können wir ätherische Öle von Heilpflanzen entzündungshemmend einsetzen, sie wirken auch gegen die Verengung der Atemwege und helfen den Schleim dort abzutransportieren. Sie können außerdem Viren und Bakterien eindämmen, befeuchten unsere Schleimhäute und leisten auch eine wertvolle Unterstützung bei deren Reinigungsprozess.

Das ätherische Öl vom Eukalyptus, das Eukalyptol, ist dabei besonders hervorzugeben, denn es wirkt sowohl auf Nase und Nasennebenhöhlen, als auch im Bereich von Hals und Bronchien. Es unterstützt die Reinigung der Atemwege, wirkt entzündungshemmend, schleimlösend, auch gegen Bakterien und Viren und erweitert die Bronchien, sodass wir wieder besser Luft bekommen.

Zum Inhalieren werden die unterschiedlichsten Apparate angeboten, aber genauso können Erwachsene (und Kinder ab 7 Jahren), wie früher, einfach mit dampfend heißem Wasser und einem Handtuch über dem Kopf inhalieren. Man lässt dafür 2 Liter Wasser aufkochen, gibt 4-6 Tropfen ätherisches Öl in 1 Teelöffel Meersalz und verrührt es im heißen Wasser bis es sich auflöst. Mindestens 5 Minuten lang sollte man auf diese traditionelle Art und Weise inhalieren, idealerweise hält man aber 10-15 Minuten durch.

Bei einer Nasennebenhöhlenentzündung kann man wiederum das für unsere Atemwege wertvolle Eukalyptusöl verwenden und dazu Lavendel, Pfefferminze und Thymian. Sind die Nasennebenhöhlen noch nicht betroffen, aber Sie niesen schon, könnte man vorbeugend Eukalyptus verwenden mit Lavendel und Zypresse und auch schleimlösenden Kardamom und Speiklavendel.

In Erkältungszeiten ist zu Hause auch die einfache Aromatherapie durch eine Duftlampe zu empfehlen. Ideal ist dafür eine Mischung aus Zitronen-, Eukalyptus- und Thymianöl, da diese generell einen positiven Effekt auf unsere Atemwege haben und außerdem dafür sorgen, dass sich Bakterien und Viren weniger im Raum verbreiten.

Bei Kindern ist es wichtig, dass man die Dosis herabsetzt, also weniger Tropfen verwendet und einige Öle sind für sie auch nicht geeignet. Dazu zählt Dr. Thuile Kampfer-, Eukalyptus-, Thymian- und beispielsweise auch Pfefferminzöl. Bei Erkältungskrankheiten von Kindern hingegen sehr zu empfehlen ist eine Mischung aus Lavendel-, Rosenholz-, Kamille- und Myrtenöl. Für die Kleinen verwendet man am besten ein Inhalationsgerät und nur 1-3 Tropfen dieser Mischung, man kann ihnen aber auch einen Brustwickel machen. Dafür mischen Sie 3-5 Tropfen der Mischung mit rund 20 ml Mandelöl und tragen es direkt auf Hals oder Brust auf und wickeln das Kind in ein warmes Tuch ein. Der Wickel sollte 10-15 Minuten einwirken und abschließend mit dem Tuch verrieben werden.

„Atemwege stärken“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“ mit Dr. Christian Thuile, dem Leiter der komplementärmedizinischen Abteilung am Krankenhaus Meran. Ihre Fragen dazu können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).