G’sundes Südtirol: Aromatherapie bei Schmerzen

Durch ätherische Öle kann man auch äußerst positiv auf bestimmte Schmerzsituationen einwirken, erklärt Radiodoktor Christian Thuile.

Akute Schmerzen sind ein wichtiges Alarmsignal unseres Körpers, sobald sie aber chronisch werden, haben sie diese Funktion verloren, sind mehr eine Fehlfunktion und besonders auf diesem Gebiet können oft die wertvollen Düfte aus der Natur eingesetzt werden. Wann immer es sich um eine Geruchswahrnehmung handelt, stellen wir einen direkten Kontakt zwischen unserer Nase und unserem Gehirn her und gezielt eingesetzte Düfte können über bestimmte Bereiche in unserem Gehirn positiv anregend oder auch beruhigend wirken und dieses Wissen wird bei der Schmerztherapie mit ätherischen Öle genutzt.

Bei chronischen Schmerzen werden hauptsächlich Öle mit beruhigender und krampflösender Wirkung eingesetzt. Der Botenstoff in unserem Gehirn, der dadurch vermehrt ausgeschüttet werden soll, ist das Serotonin, das so genannte Glückshormon, das nicht nur unsere Stimmung hebt, sondern auch etwas gegen Depressionen wirkt. Gute Erfahrungen macht man dabei mit Lavendel- und auch mit Majoranöl und sogar hervorragend funktioniert Bergamotte, das ätherische Öl, das aus der Schale der typisch Süditalienischen Frucht gewonnen wird, die ganz ähnlich ausschaut und auch ein ähnliches Aroma wie die Zitrone mitbringt, nur viel stärker und intensiver.

Chronische Schmerzen schlagen meist auch auf das Gemüt von Betroffenen und dabei kann man sich mit Düften wie Thymian behelfen oder Rosmarin und auch Ingwer wirkt stabilisierend. Als euphorisierend, also stark stimmungsaufhellend und damit ebenfalls positiv auf die Schmerzspirale wirkend gelten Grapefruit, Rose und Jasmin und ein ebenfalls bewährter Wirkstoff, denn man bei chronischen Schmerzen ausprobieren sollte, stammt vom Wacholder.

Die Anwendung von Duftstoffen bei chronischen Schmerzen erfolgt (in Absprache mit dem behandelnden Arzt) über die Nase, also entweder durch Inhalieren oder durch eine einfache Duftlampe. Einige kann man auch direkt auftragen und das wohl bekannteste ist das ätherische Öl der Minze, das vielen bei Spannungs- oder Anspannungskopfschmerzen hilft. Es hat den Vorteil, dass es kühlend wirkt, wenn wir je einen Tropfen davon auf die Schläfen geben und kurz einwirken lassen und dass es, indem wir es leicht und ohne Druck einmassieren, in den meisten Fällen zu einer Schmerzlinderung führt.

Und bitte beachten Sie, dass die Wirksamkeit von ätherischen Ölen immer stark von ihrer Zusammensetzung abhängt, also von ihrer Qualität.

„Aromatherapie bei Schmerzen“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“ mit Dr. Christian Thuile, dem Leiter der komplementärmedizinischen Abteilung am Krankenhaus Meran. Ihre Fragen dazu können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).