G’sundes Südtirol: Allergieauslöser

Neben Pollen können besonders auch Haustaubmilben, Tierhaare und selbst Medikamente unser Abwehrsystem so dermaßen irritieren, dass es teils heftig darauf reagiert, erklärt unser Radiodoktor Christian Thuile.

 

Mit Hausstaub oder vielmehr mit den Haustaubmilben, haben beispielsweise mittlerweile fast 10% bei uns ein Problem. Diese mikroskopisch kleinen Tiere leben mit und von uns, denn sie ernähren sich von unseren Hautschuppen, die sie sich hauptsächlich in der Nacht aus Matratzen, Kissen und dem Bettzeug holen. Ihre Ausscheidungen lösen bei vielen allergische Reaktionen aus, mit Hausstaub im eigentlichen Sinne und mit fehlender Reinlichkeit hat das also nichts zu tun. Gut gegen Milben helfen spezielle Schutzbezüge, aus einem so engmaschigen Material, das sie schlicht nicht durchkommen lässt. Und Betroffene sollten, zumindest im Schlafzimmer, auf (schwere) Teppiche und Vorhänge und auch auf Sofas verzichten.

 

Eine Tierhaarallergie wird am häufigsten von Katzen (eigentlich von allen Rassen gleichermaßen) und von Hunden (hier gibt es auch Rassen, die Allergikern keine Problem machen) ausgelöst, aber auch die Haare von Hamstern und Pferden, ja selbst die von Rindern können das Immunsystem überfordern. Betroffen sind davon vor allem Kinder und Jugendliche und ihnen bereitet es natürlich großen Kummer, wenn sie deswegen nicht mehr zu ihren geliebten Tieren dürfen. Leider ist bei einer Tierhaarallergie aber der schwerste für Tierfreunde der effektivste, nämlich sich vom geliebten Tier zu trennen. Die Alternative wäre eine klassische Allergiebehandlung, die aber immer eine körperliche Herausforderung darstellt.

 

Allergien auf Insektenstiche können besonders heftig ausfallen, dadurch sind auch die meisten Todesfälle zu beklagen. Hier kann eine Immuntherapie den entscheidenden Durchbruch bringen, ansonsten sind Betroffene schlicht verpflichtet immer ihr Notfallset dabeizuhaben.

 

Gerade auf die großen Errungenschaften in der Medizin, was unsere Medikamente angeht, wie Schmerzmittel und Antibiotika, reagieren immer mehr Menschen allergisch, was damit zusammenhängt, dass diese auch immer häufiger eingesetzt werden. Aber im Prinzip kann jedes Medikament, auch pflanzliche, eine Allergie auslösen. Oft gibt der enge zeitlichen Zusammenhang zwischen der ersten Einnahme und beispielsweise einem Hautausschlag, aber durchaus auch heftigen Reaktionen, den entscheidenden Hinweis für die Feststellung einer solchen Allergie. Wichtig ist dann auch dafür Sorge zu tragen, dass das betreffende Medikament nicht mehr verabreicht wird. Der Hausarzt stellt einen eigenen Allergieausweis aus, der in die Brieftasche von Betroffenen gehört, damit etwa im Falle eines Unfalls, die Rettungskräfte sofort darüber informiert sind.

 

„Die wichtigsten Allergieauslöser“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“.

 

Tipps und Infos vom bekannten Südtiroler Komplementärmediziner, Ernährungsexperten und Bestsellerautor Dr. Christian Thuile, tätig im Medical Center Quellenhof in St. Martin Passeier. Ihre Fragen können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).