G’sundes Südtirol: Achtung auf den Blutzucker

Der Blutzuckerspiegel zeigt an wie hoch der Glukoseanteil in unserem Blut ist, erklärt Radiodoktor Christian Thuile. Veränderte Blutzuckerwerte merken wir lange gar nicht, sie können aber fatale Folgen haben.

Beim Blutzucker handelt es sich um einen der wichtigsten Energieträger überhaupt, die wir aus der Nahrung beziehen, durch das Blut wir er in jede Zelle des Körpers transportiert. Bei der Zuckerkrankheit (Diabetes Mellitus) ist entweder das Hormon Insulin, das den Zuckerstoffwechsel regelt, nicht mehr ausreichend vorhanden oder die Zellen reagieren nicht mehr darauf. Mit der Folge, dass der Traubenzucker aus dem Blut nicht mehr hinaus zu den Zellen und von diesen weder aufgenommen, noch verwertet werden kann und der Zuckerspiegel im Blut selbst ansteigt.

Leicht erhöhte Blutzuckerwerte bleiben oft unbemerkt, langfristig führen sie aber oft zu schwersten Schäden im ganzen Körper, extrem hohe Werte können zu regelrechten Stoffwechselentgleisungen führen, die unbehandelt sogar ein lebensbedrohliches Koma verursachen können. Aber auch ein mäßiger und vor allem auch ein langfristig erhöhte Blutzuckerwert kann großen Schaden anrichten. Denn dieser Zucker lagert sich in den Blutgefäßen ab und führt zu deren Verengung, was die Gefahr von Herzinfarkt, Hirnschlag und Nierenversagen in sich birgt. Daher ist es wichtig auch die Blutzuckerwerte regelmäßig kontrollieren zu lassen, das geht ganz unkompliziert und kann auch in der Apotheke gemacht werden.

Zuerst bemerken Betroffene oft ein Problem an den Augen, also dass sie schlechter sehen oder sogar gröbere Ausfälle haben. Ob jemand tatsächlich zuckerkrank ist, wird durch eine ganze Reihe von Untersuchungen festgestellt, durch Langzeitzuckerwerte, Glukosetoleranztest, usw. Ist dies der Fall sind oft Medikamente einzunehmen, gerade betroffenen Jugendlichen muss Insulin verabreicht werden. Bei älteren Patienten ist die Krankheit oft die Folge eines ungesunden Lebenswandels und von jahrelanger Fehlernährung. Hier kann man schon viel erreichen, indem man Zucker vermeidet, gerade auch die vielen versteckten Zucker, in Brotaufstrichen, Säften und besonders auch in Fertiggerichten. Genauso tabu sind schnell verwertbare Kohlenhydrate, wie Weißmehlprodukte, Mehlspeisen, Teigwaren bis hin zu Knabbereien. Ballaststoffe hingegen können langfristig helfen den Blutzucker zu senken und hierbei zu empfehlen sind: Kohlgemüsesorten, Karotten, Brokkoli, Kartoffeln und auch Äpfel und Birnen. Allgemein kann man seine Situation wesentlich verbessern, indem man sein Gewicht reduziert und sich regelmäßig bewegt.

Zu niedrige Blutzuckerwerte kommen meist vor, wenn Medikamente gegen die zu hohen nicht richtig dosiert werden, aber auch wenn jemand über einen längeren Zeitraum zu wenig gegessen und daher zu wenig Reserven hat. Unser Gehirn braucht Glukose aber so dringend, dass es bei einer Unterversorgung alle Körperfunktionen auf das Nötigste zurückfährt, was auch zur plötzlichen Bewusstlosigkeit führen kann. Kippt jemand beispielsweise beim Autofahren weg, will man sich gar nicht vorstellen, was alles passieren kann.

„Achtung auf den Blutzucker“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“ mit Dr. Christian Thuile, dem Leiter der komplementärmedizinischen Abteilung am Krankenhaus Meran. Ihre Fragen dazu können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).