G’sundes Südtirol: Abwehrverstärkung im Essen

Ein Cocktail aus Vitaminen und Mineralstoffen aus verschiedenen Lebensmitteln macht uns widerstandsfähig, erklärt unser Radiodoktor Christian Thuile.

 

Vitamin C war bisher in der allgemeinen Meinung der große, wichtige Partner für unsere Abwehr, inzwischen laufen ihm aber andere, noch bessere Wirkstoffe aus unseren Lebensmitteln, etwas den Rang ab. Das gute Image von Vitamin C kommt aus früheren Tagen, wo wir nicht genug Vitamin-C-Quellen zur Verfügung hatten, heutzutage kommt es aber wirklich selten vor, dass jemand unter einem Mangel leidet. Nicht, dass es nicht mehr gebraucht wird, ganz im Gegenteil, es trägt dazu bei unser Immunsystem zu stärken, fängt freie Radikale ab, kann Krankheitssymptome lindern und besonders gute Dienste leistet es sogar in stressigen Phasen. Wer es nicht so mit Vitamin-C-Bomben wie Orangen und Kiwi hat, der hält sich am besten an Sanddorn, der bringt eine 10-20mal so hohe Dosis an Vitamin C mit, wie Zitrusfrüchte.

 

Während wir Vitamin C also ruhig etwas vernachlässigen können, wäre beispielsweise mehr Augenmerk auf die Vitamine A, B6 und E zu legen, so der bekannte Vorsorgemediziner. Vitamin A stärkt die Schleimhäute in Nase, Mund und Augen, die uns vor dem Eindringen von Krankheitserregern bewahren. Und wir können es ohne Probleme über eine ausgewogene Ernährung aufnehmen, es braucht dafür keine eigenen Kapseln, es ist in Karotten, rotem Paprika, Spinat, Brokkoli und auch in (getrockneten) Marillen reichlich enthalten. Vitamin B6 regt die Bildung von Immunbotenstoffen an, die unsere Abwehr stärken und wir finden es vor allem in Nüsse, wie den Walnüssen, in heimischen Fischarten wie Saibling und Forelle und auch in Meeresfischen, wie dem Lachs. Vitamin E ist extra gut darin freie Radikale abzufangen, die uns krank machen würden und wir können unseren Bedarf mit Eiern und verschiedenen pflanzlichen Ölen abdecken, wie Weizenkeim-, Raps- und Lein-Öl.

 

Neben Vitaminen braucht unser Immunsystem als Antrieb und beispielsweise zur Abwehr von Erkältungsviren, auch zellschützende Mineralstoffe, allen voran Zink und Selen und auch sekundäre Pflanzenwirkstoffe. Das mit der Zinkaufnahme ist allerdings gar nicht so einfach zu bewerkstelligen, denn aus pflanzlichen Lebensmitteln, die viel davon mitbringen würden, wie Getreide und Hülsenfrüchte, bekommen wir es oft nicht ausreichend herausgelöst (etwas Zitronensaft würde dabei helfen), aus tierischen Produkten, aus Eiern oder magerem Fleisch, klappt die Aufnahme besser. Was unseren Bedarf an Selen angeht, ist zu sagen, dass wir hier in Südtirol nicht so gut damit ausgestattet sind, bis zu 30% der Bevölkerung bekommen normalerweise eher zu wenig davon. Unter den Spitzenlieferanten von Selen sind Eier, Wildfleisch und die tropischen Paranüsse (im Bild), die auch bei uns überall zu haben sind.

 

„Abwehrverstärkung im Essen“ in der Gesundheitspraxis „G’sundes Südtirol“.

 

Tipps und Infos vom bekannten Südtiroler Komplementärmediziner, Ernährungsexperten und Bestsellerautor Dr. Christian Thuile, tätig im Medical Center Quellenhof in St. Martin Passeier. Ihre Fragen können Sie uns auch mailen (bitte Telefonnummer angeben).