Gartentipps: Böden verbessern mit Gründüngung

Starkzehrer wie Gurken und Tomaten entziehen der Gartenerde während des Wachstums viele Nährelemente, die für die nachfolgende Fruchtbildung ebenfalls wichtig wären. Bekanntlich gilt: Ohne Nährstoffe keine Ernte!  Deshalb müssen  Nährstoffe dem Boden zurückgegeben werden, damit dort auch in den nächsten Jahren Pflanzen kräftig wachsen können. Eine bewährte Methode: Gründüngung.

Phacelia  und Co im Herbst säen

Mit der Gründüngung  werden Samen von Pflanzen gesät, die mit ihrem Wachstum dem abgeernteten Boden bereits im Herbst und Winter etwas Gutes tun. Bestimmte Pflanzensamen - wie Perserklee, Tagetes, Senf oder auch Phacelia – werden jetzt  bzw. im Herbst als Nachsaat auf freien Flächen ausgebracht. Sie werden dem Boden neue Kräfte für´s nächste Frühjahr geben.  

Rasches Wachstum

Gründüngungspflanzen sollen keine Ernte bringen – sie haben andere Aufgaben! Diese Pflanzen wachsen sehr schnell, bedecken den Boden und verhindern so die  Ausbreitung von ungeliebten Kräutern, lockern mit ihren Wurzeln den Boden. Sobald sie ausgewachsen sind (nach wenigen Wochen), werden sie abgeschnitten und das Grünmaterial in den Gartenboden eingearbeitet. Daraus entsteht nun ein perfekter Humus mit hoher Fruchtbarkeit – dank Regenwürmer, Kleinlebewesen, Mikroben und all den fleißigen Helfern im Boden.

1 Quadratmeter Gartenboden mit ca. 20 cm Tiefe besitzt ca. 10 Milliarden Strahlenpilze, viele Hundert Millionen Einzeller und ca. 150 Regenwürmer. Sie verwerten und zersetzen das Grünmaterial und somit entsteht ein  wertvoller Humus mit viel Nährelementen. Wer  Gründüngung einsetzt, schließt den natürlichen Kreislauf des Bodens und braucht keine zusätzliche Dünger.