Gartentipps: Zimmerpflanzen - Hilfe, die Blumenerde schimmelt!

Da hört die Freundschaft auf: Viele Pflanzenfreunde reagieren fast panisch, wenn sie auf der Erde der Zimmerpflanze plötzlich Schimmel entdecken. Das Problem liegt zum einen in der Luft, denn Schimmelsporen befinden sich fast überall und wenn sie auf einem geeigneten Medium landen, kann sich ein Schimmelbelag bilden. Dabei hängt es nicht unbedingt davon ab, ob die Blumenerde frisch ist oder nicht.

Zum anderen kann der Schimmel auch in der Erde vorhanden sein. Bekanntlich wird Blumenerde auch nicht sterilisiert oder gedämpft. Somit leben in einem Blumentopf nicht nur Pflanzen – sondern auch  Mikroorganismen und Pilze  - wie in der Gartenerde. Doch leider kann es passieren, das Schimmelpilze- sogenannte Substratpilze - die Oberhand gewinnen.  Sie sind nicht gern gesehen und gelten sogar als gesundheitsschädlich. 

Vorsicht Feuchtigkeit!
Schimmel  entstehen häufig im Herbst und im Frühjahr – insbesondere bei Dauernäss und hoher Luftfeuchte. Pflanzsubstrate, die Kompost oder Rindenhumus enthalten, neigen häufiger zu Schimmelbildung. Die Bestandteile bieten den Nährboden für Pilze, die halb verrottete organische Substanzen weiter zersetzten. Auf reinen Torfsubstraten tritt der Schimmel weniger auf, ist aber nicht auszuschließen. Prinzipiell gibt es für Ihre Pflanzen Entwarnung: Sie sind nicht in Gefahr. 

Der Schimmel muss weg!
Um den Schimmel wieder los zu werden, lassen Sie unbedingt die Topfballen zwischendurch abtrocknen.  Lieber einmal richtig wässern als dauernd nur die Oberfläche zu befeuchten. Dann sollten wir  aber  die oberste Schicht Blumenerde mit dem Schimmel entfernen, wenngleich das Pilzmyzel sicherlich nicht nur an der Oberfläche zu finden ist. Ein Aufrauen der Oberfläche mit der Gabel kann hilfreich sein, denn so trocknet die Oberfläche schneller ab. 

Der nächste Schritte sollte das „Mulchen“ sein. Das heißt , wir bringen Sand, Blähton oder Mineraldekor aus Bims und Lava auf der Erdoberfläche aus. Der Schimmmel kann sich nicht mehr berbreiten und die Erde trocknet schneller. Zudem wird die Algenbildung unterdrückt. Ein weiterer Vorteil: Diese Materialien sehen zudem gut aus! 

Absolut überflüssig: Umtopfen
Es gibt immer wieder die Empfehlungen, die Pflanzen in neue Erde umzutopfen. Doch das löst das Problem nicht immer. Entfernen Sie in jedem Fall so viel von der alten Erde, wie möglich und verwenden Sie generell Qualitätserden.

Patina oder Schimmel?
Nicht immer handelt es sich um Schimmelpilze! Werden Pflanzen nicht von oben, sondern meist in den Untersetzer gegossen, dann lagern sich Kalk und Düngerreste aus dem Gießwasser an der Erdoberfläche ab. Überprüfen Sie selbst ob es sich um Patina oder Schimmel handelt:  Zerreiben Sie die weiße Substanz zwischen den Fingern. Bemerken Sie kristalline  (fast „sandige“) Strukturen? Dann handelt es sich um "Düngerreste". Dieser Belag schadet nicht. Lockern Sie die Erde und gießen Sie den Topfballen ab und zu von oben. 

Modery´s Tipp: Wenn Sie die Schimmelbildung auf der Erde  nicht in den Griff zu bekommen, dann trennen Sie sich von der Pflanze, bevor der Schimmel „weiterzieht“!