Gartentipps: So wirkt der Garten größer

Wir kennen das: Die meisten Schlossgärten und Parks spielen mit dem Blick des Betrachters. Sie ziehen diesen in die Ferne oder leiten ihn einen bestimmten Weg entlang, sie täuschen Tiefe oder Nähe vor und machen neugierig auf nicht einsehbare Bereiche. 

Ein beliebtes gestalterisches Mittel sind Sichtachsen: Geradlinig angelegte Schneisen, die den Blick auf den sogenannten "Point de vue" richten, also den Blickpunkt. Privatgärten bieten natürlich erheblich weniger Platz. Doch das Prinzip der optischen Täuschung lässt sich übertragen. Ganz nach dem Vorbild der barocken Gartengestaltung bietet sich beispielsweise ein Weg wunderbar an, um den Blick des Betrachters zu lenken.

Verläuft er schmal und linearer, lässt er den Garten größer wirken. Eine gerade Wasserrinne ist ebenfalls eine schöne Möglichkeit den Garten optisch zu verlängern. Da sich in dem stillen Wasser der Himmel malerisch spiegelt, wird zusätzliche Tiefenwirkung erzeugt. Bepflanzt man diese Sichtachsen zu beiden Seiten und in regelmäßigen Abständen mit niedrig wachsenden Koniferen oder Laubgehölzen, wird der Effekt der Sichtachse sogar noch verstärkt. Landschaftsgärtner empfehlen, für diese sogenannten Leitpflanzen schwerpunktmäßig Immergrüne zu wählen, da sie ihre Blätter und Nadeln auch während des Winters behalten. Dann kommt die optische Wirkung zu jeder Jahreszeit wunderbar zur Geltung.