Gartentipps: Schneeglöckchen

Kennen Sie noch den Blumennamen „Lichtmess-Glöckchen?“ Nun ein alter, heute fast vergessener Brauch: am 2. Februar, dem Lichtmesstag, wurden Schneeglöckchen als Sinnbild der Reinheit und des nahenden Frühlings auf den Altar in der Kirche gestellt - daher wohl der Name "Lichtmess-Glöckchen".

Das Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) gehört zu den Amarillysgewächsen (Amaryllidaceae). Der Ursprung des Namens Galanthus nivalis ist griechisch: gala = "Milch", anthos = "Blume" und Nivalis heißt so viel wie "schneeweiß". Also schneeweiße Milchblume.  Aus der ca. 1 cm großen Zwiebel wachsen jeweils ein Blütenstängel und i drei graugrüne Laubblätter.

Am Ende des Blütenstängels sitzt eine einzelne, hängende Blüte mit drei äußeren weißen und drei grünlich gestreiften Blütenblättern. Die Pflanze wird etwa 15 Zentimeter hoch. Schneeglöckchen lieben lockere und  humose Erde. , das während der Entwicklungs- und Blütezeit etwas feucht sein sollte. Das heimische Galanthus nivalis, bevorzugen den Halbschatten. Schneeglöckchen fühlen sich am Gehölzrand und zwischen Sträuchern und später austreibenden Stauden wohl. Sie ziehen ein, wenn die austreibenden Blätter die Erde beschatten. Das besondere ist, dass Schneeglöckchen gerne verwildern.

Das bedeutet, dass sie sich leicht und  willig vermehren. Das funktioniert aber nur  wenn wir den Rasen erst nach dem Einziehen – also nach dem Verwelken – mähen! Muss das Schneeglöckchen innerhalb des Gartens umziehen, so kann die nach der Blüte gemacht werden. Wichtig ist, dass wir die Erde, die an den Zwiebeln haftet, nicht abschütteln sondern Erde , Zwiebel und Blume  als gesamtes versetzen. 

Nicht vergessen: Wer Schneeglöckchen düngt oder mit Komposterde bedeckt bekommt im nächsten Jahr nur noch Blätter ohne Blüten!