GARTENTIPPS: Obstbäume werfen jetzt bereits ihre Früchtchen ab! Normal oder krank?

Der vorzeitige Fruchtfall hat viele Namen: Junifruchtfall beim Kernobst, Röteln bei Kirschen und Verrieseln bei Weintrauben und Johannisbeeren. In diesem Jahr ist dies ein besonders häufiges Phänomen. 

In Jahren mit guten Ertragsaussichten von Kernobst ist der Fruchtfall nichts Ungewöhnliches und sogar erwünscht. Wir sprechen hier auch vom „Putzen“ der Bäume. Gerade Apfelbäume setzen häufig nach der Blüte viel mehr Früchte an als der Baum tragen kann. Mit dem Junifruchtfall entledigt er sich einem Teil der Früchte und regelt so den Ertrag selbst. Eine weitere Ursache kann das Alter der Obstbäume sein. Ältere Bäume werfen überzählige Früchte ab. Mit diesem Abwerfen der Früchte sorgen sie dafür, dass die verbliebenen Früchte besser wachsen und größer werden. Der dritte Grund: Ein zu starker Fall kann allerdings auf eine Stresssituation des Baumes hin deuten. Trockenheit ist in manchen Jahren das Hauptproblem aber auch eine nasskalte Periode und Staunässe im Boden. 

Für uns Gartler bedeutet dies: Vorsicht – Schädlingsgefahr! Denn mit dem Fruchtabwurf geht auch der Befall des Apfelwicklers einher. Larven der ersten Generation befinden sich in den heruntergefallenen Äpfeln. Zum Verpuppen verlassen sie die unreifen Früchte und ziehen sich in den Boden zurück. Wichtig ist nun, dass Sie die heruntergefallenen Früchte entfernen, dass sich Schädlinge nicht verbreiten können und Wespen und Ameisen nicht an den Früchten fressen. Außerdem verhindern Sie so, dass Sie gestochen werden, wenn Sie auf eine Frucht treten.