Gartentipps: Nachtfrost

Die Zeit der Obstblüte ist gekommen. Bis auf die spätblühenden Quitten verwöhnen uns die meisten Obstbäume mit herrlicher Blüte. Doch jetzt kommt das berühmt-berüchtigte ABER: Die gefürchten Nachtfröste. Obstbäume im Erwerbsanbau werden bekanntlich durch die Beregnung vor Nachtfrösten geschützt. 

Doch was können wir Hobbygärtner tun?
Einen nicht zu unterschätzenden Effekt zeigt das Offenhalten des Boden. Ein unkrautfreier, gut feuchter Boden kann tagsüber mehr Wärme speichern und gibt sie dann Nachts wieder an die Umgebung ab. Auch ein kurzgemähter Rasen unter den Obstbäumen kann bereits von großen Vorteil sein.

Ein Mäntelchen für Erdbeeren – bitte noch kein Stroh!
Mit Vliesen können wir insbesondere unsere Erdbeeren problemlos vor den Frösten schützen. Deshalb sollte Sie auch unbedingt unsere Wettervorhersagen intensiv verfolgen, um die Pflanzen vor Gefahr  zudecken zu können. Übrigens: Stroh macht momentan nicht froh! Eine Stroheinlage zwischen Erdbeeren ist absolut sinnvoll – aber bitte jetzt noch nicht. Denn das hätte negative Auswirkungen. Während im ab Ende Mai das Stroh das Verschmutzen der Früchte verhindert und die Botrytisgefahr senkt, so verhindert das Stroh jetzt den nächtlich4n Wärmerückfluss aus dem Boden. Die Nachtfrostgefahr wird also erhöht!