Gartentipps: Kübelpflanzen wollen ins Freie!

Zum Schutz vor den kalten Temperaturen, wurden unsere frostempfindliche Kübelpflanzen vor dem Winter ins Haus gebracht. Jetzt, da auch die Nachttemperaturen über 6 Grad Celsius liegen – bekommen sie ihre Freiheit wieder – aber bitte nur ganz langsam! 

Warum nicht einfach nach draußen stellen?
Minustemperaturen vertragen die wenigsten Kübelpflanzen gar nicht! Deshalb bekommen sie von uns ein schützendes Winterquartier im Haus eingerichtet. Wenn es jetzt auch Nachts wieder wärmer wird, können unsere bepflanzten Kübel wieder Terrasse und Balkon übergeben werden. Allerdings gilt es hier Fingerspitzengefühl zu beweisen. Nach einer Überwinterung im Winterklima bei mehr oder minder gleichbleibenden 10 °C im Haus, müssen die Pflanzen erst langsam wieder an die schwankenden Temperaturen des Gartentages gewöhnt werden. Auch Wind und Sonneneinstrahlung erfordern eine langsame Anpassung der Pflanzen, denn sonst droht für sie im Freien ein Wachstumsschock und Sonnenbrand an Blättern und Trieben. Durch das Abhärten der Pflanzen nach dem Winterquartier, wird das Pflanzengewebe widerstandsfähiger: Es wird härter und kältetoleranter.

Vorbereitungen treffen
Bevor mit der Abhärtung der überwinterten Kübelpflanzen begonnen werden kann, sollte die Pflanze zuerst für die neue Umgebung vorbereitet werden. Dafür nimmt man sie aus ihrem Topf und entfernt ein Drittel der alten Erde. Bevor die Pflanze wieder in frische Blumenerde gesetzt wird, werden die alten, freigelegten Wurzeln mit einer Schere eingekürzt. Anschließend müssen die Zweige der Pflanze proportional dazu ausgelichtet und gekürzt werden. Dadurch wird die Menge der Zweige an die Menge der Wurzeln angepasst, damit diese auch ausreichend versorgt werden können. Dann kann mit der Umgewöhnungsphase an die Bedingungen im Freien begonnen werden. Wenn möglich, sollten die Kübelpflanzen an frostfreien Tagen tagsüber an einen schattigen Platz ins Freie gestellt werden. Abends sollten sie wieder ins Haus geräumt werden - wenn Nachtfrost droht. Werden die Pflanzen zeitweise im Freien aufgestellt, gewöhnen sich die Kübelschätze langsam wieder an die Freilandbedingungen. Das hat den Vorteil, dass diejenigen Kübelpflanzen, die beizeiten zurück ins Freie geräumt wurden, eher wieder blühen, als sehr spät heraus geräumte.

Langsam abhärten
Der Eingewöhnungsplatz der Kübelpflanzen muss windgeschützt und schattig bis halbschattig sein. Die Gefahr der warmen Frühlingssonne für das im Winter sonnenentwöhnte Laub der Pflanzen sollte nicht unterschätzt werden. ??Außer an das Freilandwetter, müssen die Pflanzen langsam auch wieder an die Sonne gewöhnt werden, ansonsten droht ihnen ein Sonnenbrand auf den Blättern. Zu Beginn sollte die Pflanze draußen im Schatten bis Halbschatten stehen. Nach und nach kann ihr ein immer längeres Sonnenband gegönnt werden. Wichtig ist, dass auch beim Gießen die zunehmende Sonneneinstrahlung beachtet wird. Das heißt: Je mehr Sonne die Pflanze bekommt, desto mehr Wasser sollte sie auch erhalten.