Gartentipps: Kaltes Winterwetter – wenig Schädlinge im Sommer?

Eine verbreitete Meinung unter Gartenfreunden ist, dass nur frostige Temperaturen überwinternde Schädlinge abtöten. Heißt dass, dass wir bei diesem Winter, der lange Zeit sehr kalt und trocken war, im dann Sommer mit vielen Schädlingen rechnen müssen?

Gott sei Dank  sieht die Realität etwas anders aus. Ein großer Teil der Schädlinge, wie Blattläuse, Spinnmilben und zahlreiche Falter überwintern im Eistadium oder als Puppe. Dabei handelt es sich um "Ruhestadien" der Tiere, das heißt, der Stoffwechsel der Organismen kommt fast zum Stillstand. In solchen Ruhephasen können die Kerbtiere äußerst extreme Lebensbedingungen schadlos überdauern. Dazu zählen Tiefsttemperaturen bis minus 20°C oder Höchsttemperaturen weit über 30°C. Auch zahlreiche pilzliche Schaderreger überstehen kalte Winter ohne Einbußen.

Erst im Spätwinter  -also im März und April und Frühling, wenn die Temperaturen stetig ansteigen und Insekten und Spinnentiere aus Puppen oder Eiern schlüpfen, kann es durch krassen Temperaturabfall zu deutlichen Schäden an Blattläusen, Spinnmilben, Faltern und Raupen kommen.

Deshalb kann zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nichts gesagt werden, wie die Schädlingssituation 2017  sich zeigen wird! 

Gefiederten Helfern helfen

Nistkästen sind wichtig zur Dezimierung von Schädlingen im Garten. Eine Reihe von Singvögeln vernichtet für unsere Gartengewächse schädliche Insekten und deren Larven. Ein Blaumeisenpaar beispielsweise geht teilweise bis zu 1000 Mal am Tag auf Futtersuche, um die hungrigen Nestlinge zu füttern. Vorhandene Nistgelegenheiten sind schon im Laufe des Januars zu säubern und instand zu setzen. Dabei sollten auch eventuell vorhandene Risse in den Kästen beseitigt werden. Der Luftzug, der sonst entstünde, wäre Gift für die Vogelbrut. Geprüft werden sollte auch, ob die Kästen noch sturmsicher, regendicht und geschützt vor Katzen aufgehängt sind.

Die Trauermücken das sind kleine flinke Fliegen , die beim Gießen der Pflanzen wie eine kleine Armada von der Erde aufsteigen . Sie können sich zu einer Plage ausweiten, obwohl sie meist keinen Schaden anrichten und auch nicht stechen.  Nur Jungpflanzen und Stecklinge sind durch die Larven der Trauermücke gefährdet, da sie die kleinen feinen Haarwurzeln fressen und somit das Wachsen stören.

In Zusammenarbeit mit:
www.gartenmarkt.it