Gartentipps: Hyazinthen im Glas

Wildes Treiben im Wasserglas. Ohne ihre leuchtenden Blütenfarben ist der Frühling kaum denkbar – Hyazinthen. Sie lassen sich sogar ohne Erde in der Wohnung auf speziellen Gläsern zum Blühen bringen und eine Hyazinthe reicht schon, um einen ganzen Raum mit ihrem Duft zu erfüllen. Die Kultur auf Gläsern ist besonders reizvoll, denn so lässt sich die Entwicklung von der Zwiebel bis zur blühenden Pflanze miterleben und dabei ist sogar der Blick auf die normalerweise verborgen liegenden Wurzeln möglich. 

Neben dem sogenannten Hyazinthenglas ist jedes Wasserglas geeignet, dass die Zwiebel „trägt“ ( das Glas muss einen kleineren Durchmesser als die Zwiebel haben) braucht man nur noch Zwiebel und Wasser. 

Das Hyazinthenglas wird soweit mit Wasser gefüllt, dass es fast die Zwiebel erreicht. Um die Wurzelbildung zu stimulieren, hilft es, wenn man den Zwiebelboden vorsichtig mit dem Zeigefinger ankratzt. Nun wird das Glas mit der Zwiebel zur Wurzelbildung für 8 bis 12 Wochen in einen dunklen, möglichst kühlen aber frostfreien Raum gestellt. Die Temperatur sollte nicht höher als 10 °C sein. In dieser Zeit muss der Wasserstand regelmäßig kontrolliert werden. Es darf immer nur soviel Wasser nachgefüllt werden, dass es zwar nahe an die Zwiebel heranreicht, sie aber nicht berührt. Bei direktem Kontakt mit dem Wasser würde sie faulen. 

Faszinierendes Gewusel im Wasserglas

Wenn sich zahlreiche Wurzeln gebildet haben und man die Blütenknospe fühlen kann, wird das Glas in einen etwas wärmeren Raum gestellt. Der Trieb sollte noch abgedunkelt sein. Dazu kann man ihm ein dekoratives Hyazinthenhütchen aus farbigem Papier aufsetzen. Wenn der Trieb soweit gewachsen ist, dass er dieses Hütchen anhebt, nimmt man es ab und stellt das Glas ins Wohnzimmer. Hier lässt sich nun gut die weitere Entwicklung der Hyazinthe verfolgen. Anders als bei vorgetriebenen Zwiebelblumen im Topf kann man sich hier außerdem am Blick auf das filigrane Wurzelwirrwarr erfreuen.