Gartentipps: Fruchtfliegen

Reifes Obst schmeckt nicht nur gut, es lockt auch die lästigen Frucht- oder Essigfliegen an. Wie wir diesen Biester Herr werden, dass erfahren Sie in dieser Woche.

Wie aus dem Nichts erscheinen die rotäugigen Fruchtfliegen auf dem Obst und lassen sich in Schwärmen nieder. Sie werden durch gärende Substanzen angelockt.

Warum treten die Fruchtfliegen so plötzlich auf?
Überreifes Obst, Fruchtsäfte, Küchenabfälle und alkoholische Getränke, wie Wein und Bier, verströmen einen Geruch, der für die Fruchtfliegen unwiderstehlich ist. Diese Gerüche signalisieren den geschlechtsreifen Weibchen, dass dort ihre Nachkommen die beste Kinderstube erwartet. Die Larven ernähren sich nämlich von Bakterien.

Eine Fruchtfliege kommt nie allein – warum immer das Massenauftreten?
Kaum hat man die ersten Fruchtfliegen entdeckt, stellt man erstaunt fest, dass sich unglaublich schnell viele andere dazugesellen. Es liegt nicht nur daran, dass die Fliegen angelockt werden. Sie vermehren sich auch ungewöhnlich rasant und in großer Anzahl. Ein Weibchen kann 400 Eier legen und schon nach einem Tag schlüpfen die Larven. Die Larven durchlaufen mehrere Entwicklungsphasen und können nach etwa 30 Tagen wiederum für Nachkommen sorgen.

Wie kann das Massenauftreten verhindern?
Die Ausbreitung vermeiden Ernten Sie ihr Obst im Garten rechtzeitig ab. An warmen Sommertagen vergären die Früchte an Baum, Strauch oder am Boden schnell. Lassen Sie Obst- und Obstsäfte, Essensreste, Speiseabfälle  aber auch Getränke nie offen stehen. Aus Flüssigkeiten wie Obstsäfte, Wein und  Bier  können Sie auch eine Fruchtfliegenfalle selber herstellen: Mixen Sie in einen offenen kleinen Schale einen Cocktail aus Wasser, Apfelsaft oder Bier, und einen Spitzer Spülmittel Die Fliegen werden angelockt, aufgrund der veränderten Wasseroberflächenspannung durch das Spülmittel fallen sie hinein und ertrinken. Erneuern Sie die Mixtur alle ein bis zwei Tage.