Gartentipps: Farbtupfer für den Wintergarten

Wie sieht Ihr Garten in den ersten Monaten des Jahres aus? Grau, trübe, kahl? Das muss nicht sein. Denn es gibt eine ganze Reihe Ziersträucher, die unerschrocken den kühlen Temperaturen trotzen und schon sehr früh ihre Blüten zeigen.

Während sich die meisten anderen Bäume und Sträucher noch in der Winterruhe befinden, kommen diese sogenannten Frühblüher mit ihren zarten Knospen unserer Sehnsucht nach Frühling in der kalten Jahreszeit entgegen. 

Zu den schönsten und eleganten Frühblühern gehören die Kamelien. Ihre Blüten sind einfach, halb oder ganz gefüllt und faszinieren mit ihrer gleichmäßigen, anmutigen Form. Die einfachen Blüten erinnern an die von Wildrosen, die gefüllten ähneln mit ihrer Üppigkeit denen der Päonien.

Von Weiß über Rosa bis zu dunklem Rot reicht das Farbspektrum. Ganzjährig draußen können die Pflanzen beispielsweise problemlos nur in den milden Weinbaugebieten Südtirols wachsen oder in einem Innenhof, wo sie vor starkem Frost und austrocknendem Wind geschützt sind. Das wichtigste für die Kamelie ist die Erde:  Genauso wie Rhododendren benötigen Kamelien kalkfreie Erde, um sich gut zu entwickeln.

Die Schmuckblatt-Mahonie (Mahonia bealii) ist dagegen immergrün. Ihre hellgelben Blüten bilden einen auffallenden Kontrast zu den ledrigen, dunklen Blättern. Sie ist ein ganzjährig attraktiver Strauch für lichtarme Standorte und wächst sogar im Schatten hoher Bäume. Ihre Hauptblütezeit liegt im März und April, doch bei milden Temperaturen erscheinen die angenehm duftenden Blüten auch eher. Die Schmuckblatt-Mahonie entwickelt sich am besten an einer vor Wind und Wintersonne geschützten Stelle im Garten.

Bei jungen Pflanzen empfiehlt es sich in der kalten Jahreszeit zusätzlich, die Wurzeln leicht mit einer Schutzschicht aus Mulch oder Laub abzudecken.