Gartentipps: Blumenkästen neu gestalten

Balkon-Gemüse, der neue Trend!  Warum soll ein Blakonkasten nur mit Blumen bepflanzt sein? Gerade auch im städtischen Bereich, wo Gartenflächen rar sind, oder auch die Zeit für die Gartenpflege fehlt, sieht man immer häufiger, dass Gemüsepflanzen und Kräuter auf Balkon und Terrasse Einzug halten.  Eines muss klar sein: Das Balkongemüse kann den Hunger einer ganzen Familie nicht stillen!  Doch das gelegentliche Naschen ist für alle wunderbar! 

Als Saatgemüse eignen sich beispielsweise Radieschen und kurze Möhren. Empfehlenswert zum Pflanzen sind Pflücksalate, da hier je nach Bedarf einzelne Blätter immer von außen geerntet werden. Balkontomaten, Snack- Gurken und Paprika lassen sich ebenso wie verschiedene Kräuter besten die die Kästen setzen. Blühende Kräuter sind außerdem für Bienen und viele Insekten attraktiv. Besonders anziehend sind Basilikum und Lavendel und alle Lippenblütler. Auch Waldmeister-, Petersilien- und Borretschblüten werden ebenso wie Erdbeerblüten angeflogen. Erdbeeren sind ein sehr beliebtes Naschobst und sehr ansprechend bei der Gestaltung: zunächst sind es die weißen (oder rosa) Blüten und später die roten Früchte.

Zierpflanzen
Um die Bepflanzung auch für Insekten attraktiv zu gestalten sollten Sie auf einfache Blüten achten. Bei gefüllten Blüten sind die Staubgefäße umgewandelt und liefern somit keinen Pollen mehr. Einjahresblumen wie Zinnen, Schmuckkörbchen, Zweizahn (Bidens), Schneeflockenblume (Sutera), Ziersalbei und Männertreu (Lobelie) werden gerne angeflogen, auch mehrjährige wie Katzenminze, Scabiosen und Lavendel. 

Die Süßkartoffel oder Batate (Ipomoea batatas) ist bei uns eher als Zierpflanze mit schmückenden Blättern bekannt. Manche Sorten bilden jedoch auch essbare Knollen, aus denen man schmackhafte Gerichte zaubern kann. Essbare Blüten wie Kapuzinerkresse bringen nicht nur Farbe in die Pflanzung, sondern peppen auch grüne Salate auf.

Grundsätzliches
Damit die Pflanzen üppig wachsen und Schmuck auf Balkon und Terrasse sind, benötigen sie ausreichend große Gefäße, damit sich viele Wurzeln bilden können. Auch wenn die Behältnisse mobil sind, müssen sie stabil und windfest sein. Das Pflanzerde muss Wasser und Nährstoffe speichern können. Außerdem sind grobe und feste Bestandteile wichtig, dass die Erde nicht zusammenfällt (z. B. Lava, kleine Tonkugeln). Da Pflanzen in Gefäßen auf Wasser und Nährstoffe angewiesen sind, die wir  ihnen geben, müssen wir regelmäßig zur Gieskanne und Dünger greifen. 

Pflanzenschutz – am besten mit Daumen und Zeigefinger!
Denn chemischer Pflanzenschutz ist für uns Balkongärtner ein absolutes Tabu-Thema!  Abzwinken, Abstreifen,  Abschneiden und Entfernen der Schädlinge (z.B. Blattläuse) ist völlig ausreichend. Außerdem sind die Pflanzen zum Verzehr gedacht und die Blüten sollen nützliche Tiere anlocken.