Gartentipp: Saatgut checken & Keimprobe machen

Alles, was man dafür braucht, sind ein Teller, Küchenpapier, Frischhaltefolie - und etwas Geduld. Wer zum Ende der Gartensaison Samen eingelagert oder gar noch Bestand aus vergangenen Jahren hat, kann nicht sicher sein, damit auch im aktuellen Gartenjahr auch seine Beet bestücken zu können.  

Mein Tipp: Keimprobe – sie verrät ob das Saatgut noch gut – also keimfähig – ist!

Nur fünf kleine Schritte sind notwendig – so funktioniert die Keimprobe: 

  1. Rund zehn Samen einer Art und Sorte auf einen flachen Teller mit feuchtem Küchenpapier geben. 
  2. Frischhaltefolie darüberspannen, um die Feuchtigkeit zu halten. Auch etwas Luft sollte eingeschlossen werden. 
  3. Der Teller kommt für zwei bis drei Wochen an einen warmen Platz bei Temperaturen von rund 22 Grad. Nur Kopf- und Pflücksalate sollten es unter 16 Grad kühl haben. 
  4. Das Küchenpapier darf währenddessen nicht austrocknen, eventuell also nachfeuchten. 
  5. Nach den zwei bis drei Wochen wird gezählt: Sind über 65 Prozent der Samen aufgekeimt, lohnt sich das Aussäen des Restbestandes. Bei einer Keimrate von 50 Prozent sollte man dichter und mehr Samen säen. Haben weniger als die Hälfte der Samen bei der Keimprobe reagiert, ist der Bestand wertlos. 

Also sehen jetzt Ihre Vorräte an Saatgut durch, machen Sie die Keimprobe und werfen Sie nicht mehr keimfähige Samen weg.