Gartentipp: Gewächshauserde stärken

Einige Kleingärtner können es kaum abwarten, bis die neue Saison beginnt. Einige tauschen in den Wintermonaten die Erde in ihrem Gewächshaus komplett aus, da sie über die Jahre ziemlich ausgelaugt wird. Ein kompletter Austausch ist häufig aber gar nicht nötig.

Eines steht fest: Die Gewächshauserde wird - bedingt durch den oft ganzjährigen Anbau  - viel stärker beansprucht wird, als Freilandboden Die Folgen: sind ein Nachlassen des Wachstums, verstärktes Auftreten von Krankheiten sowie verminderte Ernteergebnisse.

Deshalb muss die Grundversorgung der Gewächshauserde mit Humus gesichert sein. Nur dann kann die Bodenstruktur erhalten und des aktive Bodenleben erhalten werden. Strohreiche Stalldung ist der ideale organische Humuslieferant für den Gewächshausboden. Am besten eignet sich dafür gut verrotteter Rinder oder Pferdemist. Der Mist kann jährlich bis zu 6 kg je Quadratmeter Bodenfläche ausgebracht werden. Pferdemist muss vor der Verwendung im Gewächshaus etwa ein Jahr zusammen mit Torf oder guter Landerde gelagert werden. Erst dann kann er im Haus ohne Bedenken wie verrotteter Rindermist Verwendung finden. Es zeigt sich immer wieder, dass stallmistgedüngte Böden auch bei intensiver Nutzung lange fruchtbar bleiben, wodurch sich ein Auswechseln der Gewächshauserde erübrigt. 

Dies empfielt sich insbesondere vor der Pflanzung der Sommerkulturen wie Gurken, Paprika, Tomaten u. a., eingegraben. Selbstverständlich kann man ihn auch im Spätherbst ausbringen; doch sind um diese Zeit die Flächen meist noch mit Endivie, Feldsalat, Spinat und Winterportulak für die Ernte im Winter und zeitigem Frühjahr bestellt.

Wer keinen Mist zur Verwenden kann dem empfehle ich nicht gesiebten Kompost. Er kann vor jeder Bestellung eingearbeitet werden. Nicht vergessen: Wer komposterde ausbringt, sät automatische ein paar Wildkräuter mit. Deshalb muss unbedingt regelmäßig gejätet werden oder man beim Kompostieren durch mehrmaligen Zusatz von etwa 150 g Spezial-Kalkstickstoff je Quadratmeter Kompostfläche ein. Deshalb muss der Boden jährlich mit Nährstoffen angereichert werden. Zudem gilt: Mikroorganismen zersetzen im warmen Gewächshaus die Bodenbestandteile viel schneller als im normalen Gemüsebeet

Nicht vergessen: Eine sorgfältige Bodenbearbeitung auch im Gewächshaus ist immer notwendig, damit man einer Vernässung  oder Austrocknung im Unterboden sowie die Versalzung durch eventuell zu reichlichen Düngergaben zu verhindern. 

Wichtig ist, dass der Boden im Gewächshaus jährlich mit reichlich Kompost versorgt wird, um verlorene Nährstoffe wieder aufzufüllen. Wer die Möglichkeit hat, Stalldung mit reichlich Stroh zu bekommen, kann auch diesen wertvollen Nährstofflieferanten einarbeiten. Gut verrotteter Rinder- oder Pferdemist eignet sich dazu ganz hervorragend.