Düngen mit Pflanzen

Nur keine Müdigkeit vortäuschen – das ist das Garten-Motto für diese Woche! Es gilt: Füttern Sie Grünes mit Grünem und nehmen Sie die Hilfe der Natur in Anspruch. Wie das funktioniert und welche Pflanzen dabei zum Einsatz kommen, verrät Gartenexperte Andreas Modery.

Bereits unsere Vorfahren fütterten Grünes mit Grünem und nahmen dazu die Hilfe der Natur in Anspruch. Auf diese Weise werden Schädlinge und ungeliebte Kräuter (Unkräuter) vertrieben, neue Nährstoffe für die Pflanzen gebildet und der Boden tiefgründig gelockert.

Stark zehrende Gemüsekulturen wie z.B. Kartoffeln, Artischocken usw., laugen den Boden aus. Die sogenannten Gründüngungspflanzen geben dem Boden auf biologischem Wege zurück, was ihm entzogen wurde.

Achtung: Wichtig bei einer Gründüngung ist die Wahl der richtigen und passenden Pflanzenfamilie. Nie darf aus der gleichen Pflanzenfamilie Samen ausgebracht werden!  Zum Beispiel darf auf abgeernteten Kohlbeeten kein Kreuzblütler (z.B. Ölrettich, Gelbsenf oder Winterraps) ausgebracht werden. Denn Pflanzen aus der gleichen Familie fördern zusätzlich Bodenmüdigkeit und Verbreitung von Krankheiten (z.B. Kohlhernie). Am besten wäre somit der Einsatz von Bienenfreund (Phacelia) oder den beliebten Tagetespflanzen einzusetzen.

Stickstofflieferanten
Vor allem Leguminosen sind bei der Grünpflanzendüngung gefragt. Nicht nur ihr Grünmaterial geht in den Nährstoffkreislauf ein, auch ihre Wurzeln weisen eine Besonderheit auf: Sie binden Stickstoff aus der Luft in der Erde und stellen dieses wichtige Nährelement allen zur Verfügung! Zu den Leguminosen zählen z.B. Wicken, Lupinen, aber auch Klee.

Jetzt noch ausbringen!
Bienenfreund, Ringelblume und Gelbsenf können während der winterlichen Kälteperiode stehen bleiben und nach dem Winter als Mulchschicht eingearbeitet werden.