Der falsche Körperkult auf Instagram und Co.

Die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper ist ein weit verbreitetes Phänomen, das auch in Südtirol immer größer wird.

Laut der Koordinatorin der Fachstelle für Essstörungen INFES in Bozen, Raffaela Vanzetta, waren 128 minderjährige Mädchen im letzten Jahr wegen einer Essstörung in Behandlung und es werden nicht nur mehr, sondern sie werden auch immer jünger.

Denn viele glauben, dass sie glücklicher wären, wenn sie dünner wären. Verstärkt wird diese Überzeugung oft von sozialen Medien wie Facebook, Instagram und Co, denn hier werden die Nutzer täglich mit ihrem eigenen Schönheitsideal konfrontiert. 

Hier scheinen alle durchtrainiert und fit zu sein. Doch hinter den meisten Posts steckt viel Bildbearbeitung und andere Tricks. Das trägt mehr und mehr dazu bei, dass viele eine falsche Selbstwahrnehmung entwickeln. Die Konfrontation mit Bildern, auf denen nahezu perfekte Körper und Gesichter zu sehen sind, schüchtern ein und verleiten dazu, sich selbst mit diesen zu vergleichen. 

Doch Bilder auf sozialen Netzwerken sind häufig nicht natürlich oder real, sondern oft leider reine Inszenierungen. Die Influencerin Chessie King zeigt auf ihrem Instagram-Kanal offen, warum ihre Bilder scheinbar perfekt sind und wieviele Fotos sie für einen einzigen Post macht. 

Um diesem Trend entgegenzuwirken wurde vor einigen Jahren auch die Kampagne „Liebe dich so wie du bist!" vom Therapiezentrum „intakt" ins Leben gerufen und wurde vom Landesbeirat für Chancengleichheit für Südtirol umgesetzt. Auf der Seite ist es möglich, eine digitale Postkarte zu verschicken, für eine Person, der Sie sagen wollen: ich schätze dich, so wie du bist. 

Wenn Sie eine solche Postkarte verschicken möchten, können sie das hier