Christbaumentsorgung

Der Baum hat seinen Dienst getan, doch was nun? Wegwerfen? Nein, schließlich ist unser Christbaum ein Multitalent: Ob als Wintermantel, Dünger, Mulchmaterial, Bohnenstange, Kinderwimpelmast oder sogar nach drei Jahren als Brennmaterial – mit dem Christbaum kann man einiges tun.

Die Weihnachtslieder sind gesungen, die Geschenke ausgepackt und die Verwandtschaft wieder abgereist. Weihnachten ist vorbei und mancher überlegt: Wohin mit dem ausgedienten Tannenbaum?Es gibt die Möglichkeit der Entsorgung über zentrale Sammelplätze oder im zerkleinerten Zustand in die Biotonne. Aber der Weihnachtsbaum kann auch im Garten eingesetzt werden? Für Gartler ist der ausrangierte Christbaum „Gold“ wert!

5 Tipps, was man mit dem ausgedienten Christbaum anstellen kann:

  1. Man kann ihn selbst zerkleinern (evt. Mittels Axt oder Häcksler, das macht es einfacher). Das Häckselgut bringen wir rund um die Rhododendren im Garten aus. Im Frühling werden Sie feststellen: Ihre Moorbeetpflanzen (Rhododendron, Azaleen, Heidepflanzen, etc.) haben noch nie so schön geblüht wie nach diesem nadeligen Weihnachtsmahl. Der Trick dabei ist, dass die Nadel und Holzspäne für ein herrlich saures Milieu sorgen. Damit ist der Weihnachtsbaum der beste Rhododendron-Dünger der Welt!
  2. Das nadelige Häckselgut kann gut gemischt mit anderen Gehölzschnitzel auch als Mulch ausgebracht werden. 
  3. Tannenzweige eignen sich als guter Frostschutz für empfindliche Pflanzen. Aber Achtung: Nur Zweige der Tanne dazu nutzten. Denn die Zweige einer Fichte verlieren beim Trocknen alle Nadeln, was dazu führt, dass der pH-Wert in der Erde sinkt und die Rosen zu kränkeln beginnen. Werden die abgeschnittenen Äste auf das Beet verteilt, bieten sie eine schützende Decke für Bodenzwiebeln und Stauden. Auch Rosen oder winterharte Kübelpflanzen wie Buchs oder Rhododendron freuen sich über eine wärmende Tannenzweig-Ummantelung. Aber dieser Tipp gilt nur für Tannen. Da sie ihre Nadeln auch im trockenen Zustand nicht abwerfen! 
  4. Damit der Christbaum zur Bohnenstange bzw. für die Kinder zum Fahnenmasten wird, müssen lediglich die Äste entfernt werden.
  5. Natürlich kann man seinen Christbaum auch verheizen. Allerdings raten Schornsteinfeger für gewöhnlich von dieser Entsorgungsvariante ab. Denn Brennholz sollte in der Regel zwei bis drei Jahre lagern, getrocknet und gespalten sein, bevor es verheizt wird. Selbst wenn der Weihnachtsbaum bereits vor einigen Wochen geschlagen wurde, enthält er immer noch zu viel Feuchtigkeit zum Verbrennen. Auch wenn er für seinen eigentlichen Dienst zu alt ist, für den Ofen ist er noch zu jung.